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Fischernetz mit Schlupfloch

Mit dem neuen Dorsch-Schleppnetz soll der Heilbutt-Beifang um die Hälfte reduziert werden, hofft die Fischindustrie. Möglich gemacht wird das durch Schlitze in den Seiten des Netzes. Durch diese können die unabsichtlich gefangenen Fische entwischen.

Beim Kongress der Marine-Naturschutz-Allianz in Kanada war das Thema ein Tagungspunkt. Der nicht beabsichtigte Fang von Fischen, die meistens tot ins Meer zurückgeworfen werden, ist ein großes Problem für die Meere. Allein die Beifangmenge in der Shrimpfischerei macht bis zu 80 Prozent vom Fang aus. In einigen Fanggebieten wird das Meer durch den Beifang so schwer geschädigt, dass ganze Ökosysteme in Mitleidenschaft gezogen werden. Schätzungen von Greenpeace gehen von weltweit 39 Millionen Tonnen Beifang jährlich aus (Jahres-Fischereiertrag 2003 ca. 140 Millionen Tonnen weltweit). Pro Jahr werden allein etwa 100 Millionen Haie und Rochen als Beifang getötet.

Eine Möglichkeit, den Beifang zu reduzieren, sind akustische Signalgeber. Diese „Pinger“ verursachen Laute und sollen Delfine abschrecken. Manche Fischer haben in ihren Netzen auch Fluchtklappen für die Meeressäuger eingebaut. Schildkröten werden nicht so häufig gefangen, wenn man die Netze der Shrimpfischer mit Stahlgewichten beschwert. Deutlich weniger Seevögel werden mit den Langleinen gefangen, wenn man die Haken anders befestigt. (06.11.2008)


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