Experten schätzen, dass etwa 300.000 der gesunkenen historischen Schiffe wertvolle Fracht an Bord hatten: Sie transportierten Gold, Silber, Juwelen, Porzellan oder Elfenbein. Die Fahrzeuge blieben entweder in einem Riff hängen, gerieten in Seenot oder wurden von Piraten überfallen. Daher häufen sich die Wracks an bestimmten Stellen wie der Karibik oder der türkischen Küste, die wegen der vielen Riffs bis heute nicht ungefährlich sind.
Schiffwracks gehören samt ihrer Fracht normaler Weise den Ländern, vor deren Küste sie liegen. Wertvolle Stücke sind also kein Allgemeingut, an dem sich Taucher einfach bedienen dürfen. Nur ist die Überwachung eines Schiffes am Meeresboden schwierig, da die Gewässer oft trübe und dunkel sind.
Deswegen entwickelte der türkische Forscher Tuncy Akal eine spezielle Alarmanlage. Sie soll die Plünderer nicht optisch, sondern anhand ihrer akustischen Signale erkennen. Da Wrackräuber sich in der Regel mit Motorbooten nähern, registriert die Anlage bereits das typische Motorengeräusch.
Doch nicht jedes Boot, das über die Anlage fährt, löst sofort Alarm aus. Die Sensoren können auch erkennen, ob der Motor ausgeschaltet wird oder nicht. Sie registrieren danach, ob typische Tauchgeräusche hörbar sind, wie der Sprung ins Wasser oder die Sauerstoffblasen beim Atmen. Erst diese Kombination der Signale löst den Alarm aus.
Die Anlage soll vor der Küstenstadt Bodrum im Südwesten der Türkei getestet werden. (10.09.2008)
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