Die beiden äußersten Ringe des Uranus sind bunt gefärbt. Dies ergaben Infrarotbilder eines amerikanischen Forscherteams. Der äußersten Ring, so zeigt sich, ist blau, der zweite Ring rot.
Die Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkely hatten sich die äußersten vier Ringe des Planeten mit Hilfe eines Infrarotlichtgerätes angeschaut. Dabei fiel ihnen auf, dass der äußerste Ring nicht sichtbar war. Dies deute darauf hin, dass er blau gefärbt sei. Dies ist äußerst ungewöhnlich. Nur ein einziger anderer Planet weist einen blauen Ring auf: der Saturn.
Verantwortlich für die unübliche Farbe sind vermutlich die in die beiden Ringe eingebetteten Monde. Sie binden größere Weltraumpartikel an sich. Im verbleibenden Raum befinden sich dadurch nur noch wenige größere, dafür aber viele leichtere Partikel. Und diese reflektieren verstärkt blaues Licht.
Die rote Farbe des zweiten Ringes hingegen führen die Wissenschaftler auf einen gegenteiligen Effekt zurück: Hier sind sowohl große als auch kleine Partikel enthalten, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe auch unterschiedliche Wellenlängen reflektieren – ein rotes Strahlen ist die Folge. Übrigens weist auch der Saturn einen roten zweiten Ring auf. Beide Planeten sind sich also sehr ähnlich.
Uranus ist der siebte Planet unseres Sonnensystems und wurde 1781 von dem deutsch-britischen Astronom Wilhelm Herschel entdeckt. Er erscheint bläulich, was Wissenschaftler auf die Absorption des roten Lichtes durch die Methanatmosphäre zurückführen. Der Planet, der nach dem griechischen Titan Uranos, dem Gott des Himmels, benannt wurde, hat insgesamt 13 Ringe.
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