Das "Arctic Counsel" ist ein Zusammenschluss von acht Nationen, nämlich USA, Kanada, Island, die skandinavischen Länder und Russland, sowie einiger Eingeborenenorganisationen. In seinem neuesten Bericht schätzt die Organisation den Temperaturanstieg im arktischen Winter auf 4 - 7° über dem Land und 7 - 10° über dem Meer. Durch den Treibhauseffekt steigen die Temperaturen mit der geografischen Breite. In den Tropen wird durch Hitze Wasser erhitzt und verdunstet, in den arktischen Regionen dagegen erwärmt sich die Luft.
Die Forscher nahmen für ihre Berechungen den Durchschnitt von fünf Klimamodellen. Noch in diesem Jahrhundert, so das Ergebnis, wird das Grönlandeis schmelzen und den Meeresspiegel um acht Meter anheben, was diversen Städten (Kalkutta, Manila) und einigen Ländern (vor allem Bangladesh) gefährlich werden könnte. Selten, aber doch: Der Bericht erwähnt endlich auch mal die positiven Seiten des irdischen Temperaturanstiegs. Die Nordwestpassage wäre ganzjährig offen, was hauptsächlich dem Tourismus zugute käme. Die arktischen Vorräte an Öl, Erdgas und Methan könnten abgebaut werden, und die enthalten mehr Energie als alle fossilen Brennstoffe zusammen genommen. Was der Bericht nicht erwähnt: Möglicherweise können bisherige Eiswüsten bepflanzt und bewohnt werden, was bei der Erd-Überbevölkerung ein wahrer Segen wäre.
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