Bisher durften Assistenzsysteme im Auto fast alles, nur nicht lenken. Das wird jetzt anders – für mehr Sicherheit der Fußgänger. Wie aber kommen die Fahrer mit der neuen Technik zurecht?
Was tun, wenn nachts auf einsamer Landstraße plötzlich Fuchs oder Reh im Scheinwerferkegel auftaucht und geblendet stehen bleibt: ausweichen, bremsen, stur weiterfahren? Blitzschnell muss das Gehirn Entscheidungen treffen, Kommandos an die Muskeln schicken. Unsere Reaktionen sind da oft zu langsam oder falsch. »Richtig ist: so hart wie möglich bremsen«: Das sagen Experten wie die ehemaligen Weltmeister und Rallyeprofis Isolde Holderried und Walter Röhrl. »Das Lenkrad ja nicht verreißen. Das oberste Ziel muss heißen: Geschwindigkeit abbauen.«
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Der Fahrer ist dabei nicht auf sich allein gestellt. Ihm wird geholfen. In vielen modernen Personenwagen wird die Notbremsung vom elektronischen Bremsassistenten unterstützt. Er spürt die Gefahr deshalb, weil der Fahrer das Pedal schneller und heftiger als sonst tritt – ein kurzer Impuls reicht aus. Während der Fuß des Fahrers gerade mal den Druckpunkt der Bremse fühlt, wird bereits auf Befehl der Elektronik mit allergrößter Kraft verzögert.