Vielleicht ist es ja symptomatisch: Als nach dem Zweiten Weltkrieg die damals überlegene UKW-Technik startete, war Deutschland ganz vorn mit dabei. Die Digitalisierung des Sendernetzes hat die Republik aber gründlich versemmelt – seit den 1990ern dümpelt »Digital Audio Broadcast« (DAB) vor sich hin.
Faktisch ist diese Spielart des Digitalfunks tot. Und mittlerweile weitgehend überflüssig. Denn im Internet schießen die Radiostationen wie Pilze aus dem Boden.Tausende Kanäle warten auf Hörer. Neben den Web-Ablegern herkömmlicher Radiosender finden sich im Netz auch viele Spartenkanäle – erfrischend weit weg vom Einheitsbrei der »größten Hits der 80er, 90er und dem Besten von heute«. Viele Internetradios sind zudem werbefrei. Einen guten Überblick bietet die Seite www.shoutcast.com.
Ist Ihr PC mit dem Internet und Lautsprechern verbunden, ist der Empfang kein Problem. Aber wie kommt die Musik aus dem Netz auf die Hi-Fi-Anlage, ins Schlafzimmer oder in die Küche?