Existiert Gott? Die Frage beschäftigt die größten Denker seit Jahrtausenden. Doch alle vermeintlichen Gottesbeweise sind gescheitert. Mit einer 200 Jahre alten mathematischen Formel könnten wir die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes bestimmen! Thomas Vasek hat es ganz subjektiv einmal durchgerechnet.
Das Ungewisse faszinierte den Mann. Immer wieder zog es ihn nächtens an die Spieltische der Pariser Salons. Da studierte er die Gesetze der Wahrscheinlichkeit, die mathematischen Regeln des Glücks. Vielleicht war es eine dieser Nächte, als ihm die Idee kam, auf den lieben Gott zu wetten.
Das Buch: Stephen D. Unwin und die Wahrscheinlichkeit Gottes
Blaise Pascal (1623 – 1662) war ein Genie von hohen Gnaden. Schon in früher Jugend zählte er zu den führenden Mathematikern und Physikern seiner Zeit. Er war ein Mann der Wissenschaft – doch seine Leidenschaft gehörte dem Glauben. Pascals berühmte Wette: »Entweder Gott ist, oder er ist nicht. Worauf wollen Sie setzen?« Zwei Möglichkeiten, zwei Optionen – beide ungewiss. Die Vernunft hilft uns nicht weiter. Was also tun?
Entweder Gott existiert, oder er existiert eben nicht – eigentlich eine einfache Sache. Und doch gibt es kein größeres, kein tieferes Geheimnis. Seit Jahrtausenden mühen sich daran die größten Geister ab. Die Liste vermeintlicher Gottesbeweise ist lang. Doch gescheitert sind sie alle – von Aristoteles über den Scholastiker Anselm von Canterbury bis zum Logiker Kurt Gödel. Die Gottesfrage, so scheint es, entzieht sich dem Zugriff der menschlichen Vernunft.