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Vatikan

Zwergstaat mit riesiger Macht

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Der Vatikan ist mehr als nur der Amtssitz des Papstes: Er ist eine gut organisierte Monarchie, in der nur einer das Sagen hat. Ein Blick hinter die hohen Mauern des schwer zugänglichen Territoriums.


Auf die Frage, was der Vatikan ist, gibt es viele Antworten. Das Machtzentrum der katholischen Kirche, der kleinste Staat der Welt, der Lebensmittelpunkt des Papstes. Wer aber als Besucher hierher kommt und abseits des Petersplatzes durch die verwinkelten Gassen streift, denkt zunächst einmal an die Vergangenheit. Vorbei am Petersdom, an Paläs-ten, der Sixtinischen Kapelle und Museen führt der Weg durch die Pracht einer schönen, aber scheinbar verblichenen Macht.

Tatsächlich hat der Vatikan jedoch kaum an Einfluss eingebüßt: Papst Johannes Paul II. ist der letzte absolute Monarch in Europa. Er ist der Alleinherrscher über einen international anerkannten Staat, der mitten in Rom liegt.

Die Grenze des mit 44 Hektar weltweit winzigsten souveränen Territoriums ist durch einen dezent hellen Marmorstreifen am Eingang des Petersplatzes markiert. An seiner längs-ten Stelle misst der Vatikanstaat 1045 Meter und an seiner breitesten 850 Meter. Die Zahl der Angestellten übersteigt die der Einwohner: Etwa 1500 Bediensteten stehen nur 450 Staatsbürger gegenüber.
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