Keiner ist so dumm, dass er sich nicht hin und wieder dumm stellte.
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Kultur & Gesellschaft
Zeugen reiche Männer mehr Kinder?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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August der Starke und Ibn Saud waren eher die Regel denn die Ausnahme: Reiche und mächtige Männer wollten zeigen, wie potent sie sind und zwar auf allen Gebieten: Sie nahmen sich, wen sie wollten oder konnten sich Harems, Konkubinen oder Geliebte leisten. Und da effektive Verhütung weit gehend unbekannt war, konnten die Stammesfürsten und Clan-Chefs einer großen Nachkommenschaft sicher sein. Damit folgten sie dem genetischen Imperativ, ihre Gene möglichst weit und ausgiebig zu streuen.
In der Gegenwart hat sich das umgekehrt: Gut verdienende und mächtige Männer pflanzen sich in der Regel weniger fort als Männer aus ärmeren Bevölkerungsschichten. Ist das die Schuld der Anti-Baby-Pille und anderer Verhütungsmethoden oder haben die Reichen weniger Sex? Ein britischer Psychologe wollte es genau wissen und hat die Angelegenheit systematisch untersucht. Dazu benutzte er Daten der University of Chicago, die seit 1973 zufällig ausgewählte Erwachsene nach ihrem Sexleben befragt. Insgesamt wurden Aussagen von 13409 Teilnehmern ausgewertet.
Das Ergebnis: Wirtschaftlich erfolgreiche Männer haben nach wie vor deutlich mehr Sexualkontakte und eine größere Zahl an Sexpartnerinnen als ökonomische Loser. Eine weitere Bestätigung der alten Regel »The winner takes it all«. Denn wer glaubt, reiche Männer würden sich Sex einfach kaufen, täuscht sich. Nach dieser Studie gehen reiche Männer nicht öfter zu Prostituierten als Habenichtse. Das haben sie einfach nicht nötig: Denn Frauen stehen auf wohlhabende Männer. Man könnte sogar fast glauben, dass Frauen Reichtum und Erfolg als die maßgeblichen männlichen Geschlechtsmerkmale ansehen…

























