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Zeit zum Leben!
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Sie ertrinken in E-Mails? Ihre Internet-Suchen dauern viel zu lange? Und überhaupt: Der Computer nervt? Jetzt kommt Hilfe – aus dem Netz!
Eine neue digitale Subkultur beginnt zu boomen. So sehr, dass die Websites dieser Avantgardisten gleich vom »Time Magazine« in die Liste der 25 wichtigsten Netzseiten aufgenommen wurden! »Lifehacking« nennt sich die Bewegung, und »Lifehacker.com« ist deren begehrteste Website. Sie widmet sich einem Ärgernis, das jeder kennt: Computer werden immer mehr zu Zeitfressern. Was sie an Zeit sparen, rauben sie prompt wieder – durch den umständlichen Umgang mit ihnen.
Abhilfe schafft die »Personal Productivity Technology«: Dahinter verbirgt sich nicht anderes als handfeste Tipps zum zeitsparenden Umgang mit Software, verfasst von Zeitoptimierern wie der Amerikanerin Gina Trapani. In ihrem Buch »LifeHacker: 88 Tech Tricks to Turbocharge Your Day« schreibt sie: »In Selbsthilfe-Büchern werden meistens ziemlich windige Verbesserungsvorschläge gemacht. Beim Lifehacking geht es darum, Dinge schnell auf die Reihe zu bringen« – am besten mit ihrer »Getting Things Done«-Methode, kurz GTD.
Diese Selbstmanagement-Methode basiert auf einem simplen Prinzip: Ich sage dem Programm, was ich als nächstes tun will – und das Programm liefert mir eine Checkliste mit den einzelnen Schritten, die mich zum Ziel führen. Vorteil: Der Kopf bleibt frei für Wichtiges, ich kann mich auf die Erledigung der Aufgaben konzentrieren. Wie das genau funktioniert, wird unter www.davidco.com erklärt. Dass im täglichen Umgang mit dem Computer noch reichlich Zeit gespart werden kann, zeigt auch Zeitspar-Guru Merlin Mann auf in seinem Blog www.43folders.com. Er beantwortet dort Frage wie: Was ist eine produktive Pause? Wie optimiere ich die Internetsuche? Wie oft soll ich meine E-Mails checken? »Stellen Sie Ihr E-Mail-Programm so ein, dass der Eingang neuer Nachrichten nur alle 15 Minuten oder gar nur jede Stunde angezeigt wird«, rät Mann. »So werden Sie nicht unnötig abgelenkt.«
Und wem bei seinen Internetsuchen gelegentlich die Konzentration abhanden kommt, dem empfiehlt er die »(10+2)35«-Methode. Statt sich einfach auf das Durchforsten von Websites zu stürzen, sollte man eine Eieruhr auf zehn Minuten stellen und sich in dieser Zeit ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren. Dann gilt es zwei Minuten Pause zu machen. Dieser Rhythmus wird fünfmal wiederholt – und schon hat man 50 produktive Minuten und zehn Minuten Erholung herausgeholt aus einer Arbeitsstunde, die andernfalls viel weniger Output gebracht hätte.
Arbeitsabläufe lassen sich auch mit einem kostenlosen Programm wie AM-Deadlink (www.aignes.com/de/deadlink.htm) beschleunigen. Existiert eine Internet-Seite nicht mehr, wird sie im internen Browser geprüft und anschließend gelöscht. Zeit sparen lässt sich außerdem, indem man im Computer zwei Funktionen zusammenlegt. So lässt sich z. B. über das kostenlose kleine Programm »Volumouse« (volumouse.softonic.de) die Lautstärke der PC-Boxen direkt per Mausrad einstellen – man muss nicht mehr übers Menü gehen.
Auch das immer weiter wachsende Feld der Browseroptimierung ist ein häufiges Thema. So übernimmt die Firefox-Erweiterung Reload-Every nach individueller Zeiteinstellung das Aktualisieren einer Netzseite, was bei Auktionsseiten sehr praktisch ist.
Lifehacking löst aber nicht nur technische Probleme. Man kann sich auch alphabetische Einkaufslisten für den Supermarkt zusammenstellen lassen – oder Listen über kostenlose Downloads von Yoga-Videos. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wundert sich bald, wie viele Lebensbereiche es gibt, die eine gute Portion Hacking vertragen könnten.
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