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Natur & Reise
Zehn Jahreszeiten - wo gibt es die?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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In diesem Jahr fällt der Frühlingsanfang offiziell auf den 20. März. Auch Sommer, Herbst und Winter beginnen nach astronomischem Verständnis an fixen, jährlich wiederkehrenden Terminen. Man kann das jeweilige Jahr aber auch mit anderen – "phänologischen" - Augen sehen. Dann wird es in zehn Jahreszeiten untergliedert. Diese richten sich nicht nach dem Kalender, sondern nach den tatsächlichen, variabel eintretenden Veränderungen in der Vegetation.
> Der Vorfrühling beginnt, wenn die Schneeglöckchen blühen. Der grüne Fleck auf deren Blüte, das sogenannte "Saftmal", dient den Insekten als Orientierung, es führt sie zu Nektar und Pollen der Schneeglöckchen.
> Der Erstfrühling wird mit der Blüte der Stachelbeersträucher eingeläutet – die Obstblütezeit hat begonnen.
> Der Vollfrühling wird von Apfelbaumblüte und Flieder angekündigt. Überall kann man gelben Blütenstaub beobachten. Halme und Stängel des Wintergetreides strecken sich empor.
> Der Frühsommer: Die Blüten der Holunderbüsche gelten als eines seiner deutlichen Zeichen. Auf den Getreidefeldern blüht der Klatschmohn, und in heimischen Gärten beginnt die Rosenblüte. Für Allergiker ist das die unangenehmste Zeit des Jahres, denn mit der Gräserblüte kommen auch die Pollen und damit der Heuschnupfen.
> Der Hochsommer: Seine erste "Zeigerpflanze" ist die Linde. Auf den Feldern schneiden Mähdrescher Raps, Gerste, Roggen und zuletzt Weizen und Hafer.
> Der Spätsommer startet mit den ersten Blüten des Heidekrauts. Die Ernte der ersten Äpfel und wenig später der ersten Zwetschgen beginnt.
> Der Frühherbst: Das typische Signal für diese Vegetationsphase sind die reifen Früchte des Schwarzen Holunders.
> Der Vollherbst ist die Zeit der Waldfrüchte: Kastanien, Bucheckern, Eicheln und Walnüsse sind jetzt reif. Es beginnt die Laubverfärbung: zunächst bei der Rosskastanie. In der Landwirtschaft werden die Kartoffeln geerntet und das Wintergetreide ausgesät.
> Der Spätherbst beginnt, wenn die ersten wild wachsenden Bäume ihr Laub abwerfen.
> Winter: Laubbäume und andere Pflanzen haben ihre Blätter verloren und schützen sich so vor Frost und Austrocknung, Nadelbäume trotzen der Kälte durch ihre wachsüberzogenen Nadeln.
P.M. Fragen & Antworten 01/2012

























