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Wissenschaft & Technik
Wonach riecht Metall?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Eisen und Stahl stehen nicht gerade im Ruf, angenehm zu riechen – beiden Materialien haftet ein irgendwie muffiger Geruch an, der als typisch metallisch gilt.
Wissenschaftlich gesehen kann dieses Aroma jedoch gar nicht dem Metall selbst entströmen, weil in ihm keine flüchtigen Duftstoffe eingelagert sind. Während frische Brötchen und faule Äpfel gleichermaßen durch austretende Gase auf sich aufmerksam machen, muss der Metallgeruch also eine andere Ursache haben.
Des Rätsels Lösung sind wir selbst: Sobald ein Mensch mit Metall hantiert, gibt er zwangsläufig Handschweiß auf das Material ab. Damit setzt er unwissentlich eine chemische Reaktion in Gang, an deren Ende sich manch unerwünschte Geruchskomposition breitmacht.
Unsichtbar für unser Auge reagieren Schweiß und Hautfette mit diversen Stoffen, die im Metall gebunden sein können. Eisen-Ionen können dabei eine ganze Palette von penetranten Duftnoten entfesseln, die oft frappierend an das Aroma frischen Bluts erinnern.
Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall: Auch das im Blut reichlich vorhandene Hämoglobin enthält Eisen und durchläuft deshalb die gleichen chemischen Prozesse. Weil Blut und Haut nur dann in Berührung kommen, wenn eine schwere Wunde vorliegt, hat die menschliche Eisen-Spürnase wahrscheinlich evolutionäre Gründe. Wo frisches Blut in der Luft liegt, lautet die Botschaft an das Gehirn deshalb „Vorsicht!“ – selbst wenn der Geruch heute von einem harmlosen Geldstück ausgeht.

























