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Wolkensammeln – wer macht so was?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wolkensammeln – wer  macht so was?Wolkensammeln – wer  macht so was?

Ein englischer Philosoph gründete einen skurrilen Klub und löste damit einen neuen Trend aus.

Schluss mit der Jammerei über Regenwolken. Und vor allem Schluss mit der Vergötterung des blauen Himmels – dachte sich vor gut drei Jahren Gavin Pretor Pinney, 39, Philosoph und Herausgeber der britischen Zeitschrift »The Idler« (Der Müßiggänger). Er gründete im Internet einen Wolkenklub, der als neues Freizeitvergnügen »Cloud Spotting« propagiert – das Erspähen und Erkennen eindrucksvoller Wolkenformationen.

Die Idee gefiel, zurzeit hat der Klub knapp 8000 registrierte Cloudspotter, darunter sogar Mitglieder aus dem Kriegsgebiet Irak. Für eine Gebühr von drei englischen Pfund (4,50 Euro) ist man dabei und wird immer mehr in die wundersam differenzierte Welt der Wolken eingeführt.

Höhepunkt im Leben der Cloudspotter ist die Entdeckung einer raren Himmelsformation und ein möglichst gutes Foto davon, denn der Wolkenklub bietet die Möglichkeit, eigene himmlische »Fundstücke« zu präsentieren. Besondere Exemplare werden zur Wolke des Monats gekürt.

Im Januar 2007 ging diese Ehre an eine »Himmelsschlange«, eine Jet-Stream-Cirruswolke, fotografiert von einem Cloudspotter in Neuseeland. Weniger schön, aber dafür extrem selten, ist die Februar-Wolke: ein hufeisenförmiges Gebilde, erschienen am Himmel über Alberta, Kanada.

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