Entdecken heißt sehen, was jeder gesehen hat, und dabei denken, was niemand gedacht hat.
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»Zukunft der Raumfahrt«, III
Wohnen im Weltraum
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin 12/2007
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Im Weltraum schwebende Städte, menschliche Kolonien auf fernen Planeten: Die NASA holt alte Pläne wieder aus der Schublade. Aber wie realistisch ist die Besiedlung des Sonnensystems?
Weit schweift der Blick über bewaldete Hügel hinunter zur Bucht. Eine mächtige Brücke – der Golden Gate Bridge ähnlich – überspannt das blendend-blaue Wasser, auf dem die letzten Segelboote kreuzen. In der hereinbrechenden Dämmerung sind Yachthäfen zu erkennen, die Stadt auf der anderen Seite der Bucht ist bereits beleuchtet. Ein abendliches Idyll. Merkwürdig nur: Am Horizont geht nicht der Mond auf – sondern unsere Erde.
Nein, das ist keine Sciencefiction. Solche Gemälde illustrierten schon in den 1970er Jahren seriöse wissenschaftliche Studien der NASA und der Stanford University rund ums Thema »Space Settlements« – »Kolonisierung des Weltraums«. Sie zeigten im All schwebende Städte aus gigantischen Zylindern, Kugeln und Röhren – durch künstliche Magnetfelder geschützt vor Strahlung und kosmischem Geschosshagel. Auch menschliche Kolonien unter monströsen Schutzkuppeln auf fernen Planeten gehörten zu den gemalten Fantasien: kosmische Habitate für Millionen von Menschen, die sich komplett selbst versorgen, die Rohstoffe gewinnen und sie zur Mutter Erde senden; eine neue Heimat für Erdflüchtlinge mit eigenen Politikern, Stars und Traditionen. Diese Design-Ideen für Siedlungen im All werden heute wieder aus der Schublade gezogen. Und kein Geringerer als NASA-Chef Michael Griffin erklärt: »Ich weiß, dass wir das Sonnensystem kolonisieren und eines Tages noch weiter ins All vorstoßen werden.«
- Mond
- Der Mond, Teil 1
























