Keiner ist so dumm, dass er sich nicht hin und wieder dumm stellte.
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Kultur & Gesellschaft
Woher kommt Halloween?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Das düster-komische Treiben in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November wird auch bei uns von Jahr zu Jahr beliebter. Längst ist der englische Droh-Bettel-Spruch »Trick or treat« eingedeutscht in »Gib mir Süßes, oder ich geb´ dir Saures«. Bereitwillig verteilen Erwachsene dann Fruchtgummi, Schokoriegel und Münzen an die kleinen »Monster« und »Hexen« vor der Haustür.
Die Wurzeln von Halloween (altenglisch: All Hallows Eve = Vorabend von Allerheiligen) gehen auf keltische und germanische Zeiten zurück. Gefeiert – besser gesagt: rituell begleitet – wurde dabei zuerst nur die als gefährlich empfundene Passage vom Sommer zum Winter, von den Göttern und Göttinnen des Lichts zu jenen der Finsternis. In dieser speziellen Nacht, glaubte man, seien die Grenzen zwischen dem Diesseits und Jenseits weniger dicht, die Toten den Lebenden näher als sonst.
Geschickt hat die katholische Kirche den alten Ritualen ihren eigenen Stempel aufgedrückt: Seit 837 erinnert man sich am ersten November »aller verstorbenen Heiligen« (Allerheiligen), am zweiten auch der gewöhnlichen Verstorbenen (Allerseelen). Irische Einwanderer brachten den Mix aus religiösem Brauch und Gruselparty nach Nordamerika, von dort kam er Anfang der 1990er-Jahre zu uns, mitsamt ausgehöhltem Kürbis, der in Irland »Jack-O´-Lantern« heißt.
Jack O. war der Legende nach ein gewiefter Betrüger, der den Teufel erst auf einen Baum lockte und dann durch ein schnell in die Rinde geritztes Kreuz darauf bannte. Die gruselig leuchtenden Kürbisköpfe sollen böse Geister von Haus und Hof fernhalten. Vielleicht hilft´ s ja wirklich.

























