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Wissenschaft & Technik
Woher kommt der Sand?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ob feinkörnig oder grob, grau oder weiß: Der Vorrat an Sand am Strand scheint einfach unerschöpflich.
Tatsächlich herrscht beständiger Nachschub. Die Gesteine der Erde verwittern über Millionen von Jahren hinweg zu Schutt, Sand und Staub. Über Regen und Wasserläufe wie Bäche und Flüsse gelangen die Erosionsprodukte ins Meer.
Ganz feine Staub- und Tonteilchen, die kleiner sind als 0,063 Millimeter, verschwinden irgendwann auf Nimmerwiedersehen in der Tiefsee. Die größeren Kaliber, mit Durchmessern zwischen zwei und 0,063 Millimetern, werden an der Küste durch den Wellengang als Sand und damit auch Strand angelagert.
Dabei entscheidet die Länge der Wellen, aus welcher Wassertiefe der Sand angespült wird. Faustregel: Je länger die Welle, desto tiefer wird am Meeresgrund „gebaggert“. Je nachdem, wie das Material beschaffen ist, fällt auch die Farbe des Strandes aus.
Die viel gerühmten strahlend weißen Strände der Malediven etwa bestehen praktisch zu hundert Prozent aus feingemahlenen Korallen- und Muschelresten, Kalk also. Andere Mineralien bringen mehr Farbe: Oxidiertes oder verrostetes Eisen färbt den Sand rot, Feldspat oder auch Olivin sorgt für grün – wie beim „Green Sand Beach“ auf Hawaii.
Schwarze Strände gibt es auf den Kanaren, wo das Gestein vulkanischen Ursprungs ist. Die Ostsee bietet gelbliche Strände, was dem Quarzgestein geschuldet ist. Gute Nachricht für Burgenbauer: Egal ob grün, gelb oder schwarz – mit der entsprechenden Menge Wasser haftet der Sand überall gleich gut zusammen.

























