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Natur & Reise
Woher kommt der Name "Gemeine Wegwarte"?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ihre Schönheit entfaltet sich zerstreuten Wanderern meist erst auf den zweiten Blick: Unauffällig wächst sie an Wegrändern, doch ihre Blütensterne leuchten in einem unvergleichlichen Blau. Weshalb man die „Gemeine Wegwarte“ im Mittelalter für ein verzaubertes, blauäugiges Prinzesschen hielt.
Die Pflanze aus der Familie der Korbblütler hat nicht nur viele Namen (Feldzichorie, Sonnenwirbel, Verfluchte Jungfer), sondern auch viele Besonderheiten: So öffnet sie ihre Blüten nur an schönen Tagen und auch nur vormittags – weshalb man sie bei Spaziergängen außerhalb ihrer Zeit glatt übersieht.
Und: Man kann Kaffee aus ihren Wurzeln machen. Den berühmten „Muckefuck“ bereitete man aus ihren gerösteten und überbrühten Wurzeln zu. Wie fast alle heimischen Wildpflanzen spielt auch die Gemeine Wegwarte – sie kann bis zu 1,40 Meter hoch wachsen – eine wichtige Rolle in der Volksmedizin: Mit ihren vielen Bitterstoffen hilft sie bei Galle- und Leberbeschwerden.
Robust wie sie ist, sollte man für sie keine Umweltprobleme vermuten. Doch zur Blume des Jahres 2009 wurde sie nicht wegen ihrer zarten Schönheit gekürt, sondern auch, weil sie in fast allen Bundesländern auf der so genannten Vorwarnliste gelandet ist.
Grund: In unserem Land, das täglich viele Hektar Boden zubetoniert, findet sie immer weniger Platz, sich spontan zu entfalten. Das ist auch noch aus folgendem Grund ewig schade: Unters Kopfkissen gelegt, sollen die Blüten im Traum das Bild des zukünftigen Geliebten erscheinen lassen.

























