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Kultur & Gesellschaft

Woher kommt der Begriff "Zicke"?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

Für die Menschen hat sich die Investition mehr als gelohnt: Vor ungefähr zwölftausend Jahren begannen sie im Orient damit, Ziegen einzufangen, zu zähmen und zu züchten – und konnten sich ab sofort an dieser vierbeinigen „Ressource“ reichlich bedienen.

Fleisch, Leder, Milch, Wolle liefert das Tier und ist dabei genügsam, anhänglich und ziemlich intelligent. Doch Undank ist wie so oft der Welten Lohn. Weil Ziegen (mit menschlichen Augen gesehen) sehr „eigenwillig“ sein können, galten sie bald als schwierig. Zickig eben.

Vor allem den Männern scheint dies Verhalten sehr menschlich vorgekommen zu sein. Genauer gesagt: weiblich. Frauen, insbesondere solche, die sich nicht voller Sanftmut männlichen Wünschen unterwarfen, wurden gerne als Ziege oder Zicke bezeichnet, und ihre verbal vorgebrachten Einwände als „Meckerei“ abgetan.

Das Wort ist geblieben. Und erfuhr sogar noch eine Steigerung: Besonders zickige Zicken heißen Zimtzicken. Wobei dieser Begriff nichts mit dem duftenden Gewürz zu tun hat, sondern mit dem alten Wort „Zimt“ für Geld, genauer mit den Mühen und Sorgen, die sich mit diesem Zahlungsmittel oft verbinden.

Wie viel schöner als zickig klingt da doch das aus dem Lateinischen stammende Synonym: kapriziös (von lat: capra = Ziege). Denn dieses Wort erweckt Assoziationen an eine elegante und anmutige Frau, der man ihre zickigen Launen nur allzu gerne nachsieht.

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