Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Geschichte & Politik
Woher kommt der Begriff "Schlachtenbummler"?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Kaum vorstellbar, aber wahr: Der Begriff »Schlachtenbummler« bezeichnete früher tatsächlich Zivilisten, die aus purer Neugierde eine Kriegsfront besuchten.
Erstmals explizit erwähnt werden sie im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Zeitgenössischen Berichten zufolge reisten damals nicht nur Kriegsberichterstatter, sondern auch Schaulustige auf der Suche nach dem schnellen Frontabenteuer zu den vor Metz stationierten deutschen Belagerungstruppen.
Den sicher bekanntesten Bericht über den Kriegstourismus hat aber wohl Goethe geschrieben, obwohl er den Begriff »Schlachtenbummler« noch nicht benutzt. Im Jahre 1793 beobachtete er als Begleiter des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach die Belagerung der von den Franzosen besetzten Stadt Mainz durch preußisch-österreichische Truppen.
Literaturwissenschaftler vermuten, dass Goethe ursprünglich als Kriegsberichterstatter fungieren sollte. Seine Erlebnisse veröffentlichte der Dichterfürst aber erst 1822 unter dem Titel »Belagerung von Mainz«. Darin berichtet er unter anderem ausführlich über Mitglieder des Hochadels, die hinter den Verschanzungen promenierten, und über Frankfurter Bürger, die Sonntagsausflüge zur brennenden Stadt unternahmen. Insbesondere »die Schanze über Weisenau« habe – so Goethe – »die herrlichste Übersicht« gewährt.
























