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Geschichte & Politik
Wofür stehen Elefant und Esel im Präsidentschaftswahlkampf?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Im wahren Leben können sich Esel und Elefant durchaus näher kommen, als US-Symbole kaum! Hinter den Maskottchen der amerikanischen Parteien steckt ein deutscher Kopf.
Jetzt stampfen sie wieder: die Esel der Demokraten und die Elefanten der Republikaner im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf – auf Wahlplakaten, Postern, T-Shirts, Fahnen, Bannern und Ballons. Populär gemacht hat die parteilichen Symboltiere ein Deutscher, der 1840 in Landau in der Pfalz geborene Thomas Nast.
Der hatte nach seiner Auswanderung in die USA für das Magazin „Harper‘s Weekly“ regelmäßig politische Karikaturen produziert, 1870 zum Beispiel das Bild eines wilden Esels, der einen toten Löwen tritt – eine Anspielung auf die Kritik demokratisch gesinnter Journalisten am verstorbenen Kriegsminister.
Danach verwendete Nast den Esel noch häufiger, um die von ihm nicht geschätzten Demokraten zu karikieren – doch: Viele fanden den Esel ziemlich sympathisch und nach wenigen Jahren war das „kluge, mutige und liebenswerte«Tier (O-Ton Demokratische Partei), beziehungsweise das „störrische, dumme und lächerliche“ Vieh (konkurrierende Sichtweise) zum inoffi-ziellen Maskottchen der Demokraten geworden.
Ähnlich erfolgreich verlief die zweite tierische Parteinahme: Mit einem (republikanischen) Elefanten, der nicht vor einem Esel im Löwenkostüm davonrennt, kritisierte Nast 1874 die demokratisch orientierte Presse. Das „würdevolle, starke und intelligente“ Tier wurde wenig später offizielles Symboltier der Grand Old Party. Und wie findet die Konkurrenz das republikanische Maskottchen? Antwort: „dumm, pompös und konservativ“.

























