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Kultur & Gesellschaft
Wofür geben Könige ihr Geld aus?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Thailands eher bescheidener Monarch, der 81-jährige Bhumibol Adulyadei, ist laut „Forbes“ der reichste König der Welt. Das Vermögen des zugleich dienstältesten Monarchen beläuft sich demnach auf 24 Milliarden Euro.
Das thailändische Königshaus ist mit unzähligen Wirtschaftsunternehmen eng verflochten und besitzt zahlreiche Immobilien. Bhumibol bezeichnet sich selbst als aktiven Umweltschützer und fährt sein Auto mit Palmöl. Die nächsten vorderen Plätze der Liste werden dominiert von Regenten, die ihren Reichtum dem Öl zu verdanken haben: Auf Platz zwei steht Scheich Chalifa Bin Said Al-Nahjan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Vermögen von rund 15,5 Milliarden Euro. Der Kunstliebhaber investierte zuletzt 135 Millionen Euro in den Bau eines arabischen Guggenheim-Museums.
Der drittreichste Monarch, Abdullah von Saudi-Arabien, nennt 14 Milliarden Euro sein Eigen – mit einem Teil des Geldes will der Herrscher eine neue Stadt gründen, die nach ihm benannt werden soll. Der Sultan von Brunei, Haji Hassanal Bolkiah, hat knapp 14 Milliarden Euro in seiner Privatschatulle und steht damit auf Platz vier. Er residiert in einem Palast mit 1788 Räumen, in seiner Garage steht eine Sammlung Hunderter Rolls-Royce und Ferraris, er besitzt 800 Polopferde und eine Boeing 747-400.
Krönung des Luxus: Für eine Geburtstagsparty ließ er Michael Jackson einfliegen – für 7,14 Millionen Euro. Es folgt Muhammed bin Raschid Al-Maktum, Herrscher von Dubai, mit einem Vermögen von zwölf Milliarden Dollar, die er bevorzugt in die Pferdezucht investiert. Auf Platz sechs dann endlich einmal ein Europäer: Prinz Hans-Adam II. von Liechtenstein verfügt über drei Milliarden Euro.
Woher kommt all das Geld? Einerseits erhalten alle europäischen Monarchen Zahlungen vom Staat, denn der ist verfassungsrechtlich dazu verpflichtet, für den Lebensunterhalt des Königs und dessen Familie aufzukommen (bezahlt wird diese sogenannte „Apanage“ aus Steuergeldern).
Zudem verfügen Monarchen meist über stattlichen Grundbesitz und Einnahmen aus Verflechtungen mit Wirtschaftsunternehmen, wie das bei Hans-Adam II. der Fall ist: Das Vermögen des Fürstenhauses, zu dem auch die LGT Bank zählt, wird von der Stiftung Fürst Liechtenstein gehalten und beläuft sich nach Schätzungen auf mehrere Milliarden Franken (und der Prinz selbst ist der offizielle Vorstand). Außerdem ist seine Familie bekannt für ihre unschätzbare Kunstsammlung, unter der sich auch 33 Original-Rubensgemälde befinden.
Unter Europas Blaublütigen gibt es nur noch drei weitere Milliardäre: allen voran die britische Königin Elizabeth II. mit schätzungsweise 1,8 Milliarden Euro – damit ist sie die reichste Frau auf der Liste. Die englische Königsfamilie erhält allein für den Unterhalt ihrer Paläste jährlich 15 Millionen Pfund vom Staat. Juan Carlos, spanischer König, besitzt ganze 1,7 Milliarden Euro Vermögen. Und Henri, der Großherzog von Luxemburg, hat 1,2 Milliarden Euro in seiner Privatschatulle.
Europas Schlusslicht aber ist Albert II., König von Belgien: Er hat zwar eine Villa in Südfrankreich, eine teure Yacht und ein schickes Motorrad, aber mit seinen 12,4 Millionen Euro Privatvermögen ist Albert II. der ärmste Monarch Europas.

























