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Wo sind die schmutzigsten Orte der Welt?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Chemikalien und Schwermetalle verseuchen die Umwelt und den Menschen – und machen das Leben in manchen Teilen der Erde zur Hölle.
Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion haben die Menschen der Umwelt durch industrielle Ausbeutung, gewissenlose Abfallentsorgung und verheerende Unfälle am übelsten mitgespielt. Jeder kennt Tschernobyl, wo 1986 radioaktives Plutonium, Cäsium und Uran in großem Stil freigesetzt wurde. Dort leiden noch heute Millionen Menschen unter den Spätfolgen dieser Katastrophe.
Ökologisch extrem belastet sind aber auch andere russische Städte: Dalnegorsk im Osten Russlands versorgte die UdSSR über 70 Jahre mit Blei, was zur Folge hat, dass die Konzentration des Schwermetalls im Blut der 90000 Bewohner gängige Grenzwerte um das 20-fache überschreitet. Rund um das ehemalige Zentrum der chemischen Waffenproduktion Dserschinsk (ca. 400 km von Moskau entfernt) wurden 300000 Tonnen Chemieabfälle, darunter Blausäure und Senfgas, entsorgt. Die Lebenserwartung von 300000 Menschen, die im Einzugsgebiet wohnen, sank inzwischen auf unter 50 Jahre.
Im Oktober 2006 wurde die Stadt von der Umweltorganisation Blacksmith Institute zum schmutzigsten Ort der Welt gewählt. Schwermetalle verseuchen auch Norilsk, die nördlichste Stadt Russlands, radioaktiver Müll bedroht das kirgisische Mailuu-Suu. Doch auch in anderen Teilen der Welt fordert der Abbau von Erzen und die Industrieproduktion ihren Tribut von der Umwelt: in Linfen, der schmutzigsten Stadt Chinas, bläst die Kohleindustrie Arsen, Stickoxide und Kohlenmonoxid in den Himmel, im indischen Ranipet ist die Gesundheit von 3,5 Millionen Menschen durch Chemikalien zur Ledergerbung bedroht.

























