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Geschichte & Politik
Wo liegt eigentlich Waterloo?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der »Löwenhügel« ist das Wahrzeichen von Waterloo, er wurde errichtet aus der blutgetränkten Erde des Schlachtfelds.
In Waterloo leben – davon träumen viele Einwohner der belgischen Hauptstadt. Denn die kleine Gemeinde, rund 15 Kilometer südlich von der Hauptstadt gelegen, ist heute eine Oase der Ruhe und des Wohlstands, über Schnellzüge mit den Geschäfts- und Regierungsvierteln der Großstadt verbunden. Doch für den größten Teil der Europäer ist der Name Waterloo zum Synonym für eine maximale Niederlage geworden. Wer sein persönliches Waterloo erlebt, ist ruiniert!
Die düstere Bedeutung seines Namens verdankt der Ort einer mörderischen Schlacht, bei der sich am 18. Juni 1815 rund 350000 Mann gegenüberstanden: Napoleon focht – und verlor – hier seine letzte Schlacht gegen eine Koalition aus englischen, niederländischen und preußischen Truppen. Nach der Niederlage musste er endgültig abdanken und wurde in die Verbannung geschickt.
Das eigentliche Schlachtfeld lag auf den Feldern um das kleine Dorf Braine l´Alleud, rund fünf Kilometer von Waterloo entfernt. In Waterloo selbst hatte das englische Heer unter dem Kommando von General Wellington Quartier bezogen. Die preußischen Truppen unter Generalfeldmarschall Blücher versammelten sich ganz in der Nähe, bei einem Bauernhof namens Belle Alliance, weshalb in deutschen Geschichtsbüchern die Schlacht von Waterloo lange Zeit »Schlacht von Belle Alliance« hieß.
Heute zu sehen und zu besichtigen: Aus der blutgetränkten Erde des Schlachtfelds – Schätzungen zufolge gab es 80000 Tote und Verwundete – wurde ein 43 Meter hoher Hügel (der Löwenhügel) errichtet. Darauf steht ein Löwe aus Bronze, gegossen angeblich aus dem Kriegsmaterial, das die geschlagenen Truppen Napoleons zurückgelassen hatten.
Fragt Stefan Mayr, E-Mail

























