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Kultur & Gesellschaft
Wo liegt »Hell’s Kitchen«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Film »Sleepers« (1996) mit Robert de Niro machte ein »böses« Viertel New Yorks berühmt, das inzwischen zum Szenetreff wurde.
Das weltberühmte Stadtviertel Manhattans, Schauplatz von vielen Filmen (z. B. »Sleepers« 1996, mit Robert de Niro und Dustin Hoffman), TV-Serien und Büchern, gibt es wirklich, nur heißt es heute offiziell nicht mehr »Höllenküche«, sondern »Clinton«. Viele Einwanderer, die Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Armenhäusern Europas nach New York gekommen waren, landeten in diesem Stadtteil auf der Westside von Manhattan, in dem Gewalt an der Tagesordnung war.
Nachdem die Eisenbahnlinie Hudson River Railroad 1851 in der noch leeren Gegend einen Güterbahnhof eröffnet hatte, wurden kurz darauf Fabriken, Holzlager und Schlachthöfe errichtet. Die zumeist irischen Einwanderer schufteten für Hungerlöhne und wohnten in riesigen, überfüllten Mietskasernen. Dreck, Gestank, Armut und Platzmangel sorgten täglich für brutale Auseinandersetzungen und Schlägereien. Später beherrschten Banden wie die 19th Street Gang oder die Gophers die Straßen und berüchtigte Gangster überzogen von hier aus die Stadt mit Mord und Korruption.
In der Presse tauchte der Name »Hell’s Kitchen« zum ersten Mal schon am 22. September 1881 auf: Ein Reporter der New York Times berichtete über eine Mordserie in einer der düsteren Mietskasernen, und er prägte den legendären Begriff für einen Ort, der »noch heißer als die Hölle ist«. Erst in den 1930ern erlebte das Viertel, das im Rechteck zwischen 34th und 59th Street, 8th Avenue und Hudson River liegt, einen wirtschaftlichen Aufschwung. Wegen der Nähe zu den Broadway Theatern zogen immer mehr Schauspieler hierher.
Inzwischen gilt »Hell’s Kitchen« als »hip«. Wegen der vielen Restaurants, die sich hier angesiedelt haben und dem alljährlich im Mai stattfindenden International Food Festival wird jetzt in der Höllenküche vor allem eines: gut gekocht.

























