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Natur & Reise

Wo leben Naturschützer am gefährlichsten?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wo leben Naturschützer am gefährlichsten?Wo leben Naturschützer am gefährlichsten?
iStockphoto

Über hundert Naturschützer sind 2007 unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen, belegt eine Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Die meisten davon in Brasilien, wo viele Gruppen Interesse am Regenwald haben – und zwar wirtschaftliche. Die Holz-, Gold-, und Sojabohnenindustrie sieht ihre Ansprüche durch die Naturschützer und ihren Ruf nach Gründung von Nationalparks und sanftem Ökotourismus massiv gefährdet.

Auch andere Aktivisten, die sich für den Erhalt des Urwalds stark machen, leben nicht ungefährlich. Allein in den letzten 15 Jahren sind mindestens 1.800 Menschenrechtler in Brasilien ermordet worden. Nur waren sie meist nicht so prominent, dass man ihren gewaltsamen Tod öffentlich wahrgenommen hätte. Erst die Hinrichtung der 74-jährigen Nonne und US-Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Dorothy Stang Mitte Februar 2005 in Brasilien hatte die Öffentlichkeit aufgerüttelt.

Für versprochene 15.000 Euro tötete ein 27-jähriger Auftragskiller die Ordensfrau mit sechs Schüssen aus nächster Nähe. Der Auftraggeber: ein Farmer und Sägewerksbesitzer. Viele dieser Verbrechen geschehen in Pará, das als „Wilder Westen“ Brasiliens gilt, und in dem mehr als ein Viertel des über 4,1 Millionen Quadratkilometer großen Amazonas-regenwalds liegt.

Hier regiert laut Greenpeace ein Netzwerk aus internationalen Holzkonzernen, Politikern und lokalen Mafia-Bossen, die ihre Interessen mit Hilfe von „Pistoleiros“, bezahlten Killern, durchsetzen. Nahezu 20 Prozent des Amazonasregenwalds sind in den letzten 40 Jahren gefällt worden – mehr als in den 450 Jahren seit der Kolonialisierung.

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