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Kultur & Gesellschaft

Wo kommt das Jodeln eigentlich her?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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iStockphoto

In Sachen Jodelei genießen die Alpenländler weltweit den besten Ruf, aus gutem Grund: In der Schweiz, Österreich und Bayern tummeln sich die Meisterjodler, die Tradition wird gehegt und gepflegt.

Doch die allerersten Jodler findet man nicht unter Wilhelm Tells Vorfahren, sondern im alten China. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Länder mit uralter Jodeltradition: Korea, Thailand und Kambodscha zum Beispiel, aber auch Palästina und Melanesien.

Bei den Inuit und den Pygmäen wird gleichfalls traditionell gejodelt. Und auch Schweden und Lappen bedienen sich seit unbestimmter Zeit dieser Technik; sie nennen es Kulning (in Schweden) und Joik (in Lappland). Die Liste ließe sich noch weiter fortführen, bis man dann auch bei den „Yodeling Cowboys“ oder gejodeltem Jazz in den USA landet – denn die Jodelkunst bleibt längst nicht mehr bei der Tradition, sondern treibt heute neue und immer kuriosere Blüten.

Das ursprüngliche Jodeln hat jedoch einen eher praktischen Hintergrund: Der durch den schnellen Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme erzeugte Ton („Jodelschlag“) war in früherer Zeit ein ausgezeichnetes Kommunikationsmittel, um stimmlich große Entfernungen zu überbrücken.

Die ersten Jodeltöne waren sozusagen akustische Rauchzeichen, denn eine Jodelsequenz gehört zu den durchdringendsten Geräuschen, die eine menschliche Kehle hervorbringen kann – nebenbei bemerkt ein Grund, weshalb es auf der Welt nicht nur Jodelfreunde gibt. Die Jodler selbst dagegen berichten begeistert von befreienden Jodelerlebnissen. Kein Wunder – laut einer Studie ist Jodeln entspannender als Yoga.

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