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Wissenschaft & Technik
Wo kommen die meisten Zwillinge zur Welt?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Nicht überall auf der Welt werden Geburts-Statistiken geführt. Bekannt ist aber, dass die Zwillingshäufigkeit weltweit ungleich verteilt ist und auch regional stark variiert. Und es gibt ein paar Orte und Völker, die für eine besonders hohe Zahl an Zwillingen bekannt sind. Etwa das Volk der Yoruba, eine 30 bis 50 Millionen Menschen umfassende ethnische Gruppe im Westen Afrikas, bei der die Zwillingshäufigkeit zwischen fünf und 20 Prozent liegt. Zum Vergleich: Hierzulande sind es ein bis zwei Prozent aller Geburten. Im Süden Brasiliens, in der kaum 7000 Einwohner umfassenden Gemeinde Cândido Godói, beträgt die Zwillingsquote zehn Prozent und ist damit mehr als fünfmal so hoch wie im Rest des Landes. Als Ursache wird vermutet, dass sich unter den Vorfahren der heutigen Einwohner sehr viele Zwillinge befanden, wodurch sich über die Generationen bei den Frauen der Region eine überdurchschnittliche genetische Veranlagung für Mehrlingsgeburten entwickeln konnte.
In den Industrienationen steigt die Zahl der Zwillingsschwangerschaften seit Jahren an. Das liegt vor allem daran, dass die Mütter im Durchschnitt immer älter werden, ab Ende 20 steigt die natürliche Wahrscheinlichkeit für eine Zwillingsschwangerschaft stark. Ebenso begünstigt die zunehmende künstliche Befruchtung mit ihren Hormonbehandlungen die Entwicklung. Auch die Ernährung hat Einfluss auf die Zahl der Kinder. So bekommen Frauen, die viel Milchprodukte und Fleisch konsumieren, wesentlich häufiger Zwillinge als Veganerinnen, die auf tierische Produkte verzichten. Grund dafür sind wahrscheinlich die in Futterzusätzen enthaltenen Hormone und Zusatzstoffe, die in der modernen Viehzucht eingesetzt werden und die über die Nahrung den Weg in den menschlichen Körper finden.
P.M. Fragen & Antworten 08/2011

























