Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Kultur & Gesellschaft
Wo kauft die Queen ihren Tee?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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London, Piccadilly181 – wer hier einkauft, outet sich als Liebhaber des höchsten englischen Geschmacks. Fortnum & Mason: Das mehrstöckige Luxuskaufhaus ist offizieller Stammlieferant des englischen Königshauses für Lebensmittel, Patisserie, Lederwaren und natürlich: Tee.
Die exklusive Teeabteilung mit über 120 Sorten ist weltweit einzigartig. Zu den begehrtesten Mischungen zählen „Royal“, „Queen Anne“ oder „New York“. Typisch britisch, dass auch 62 Sorten Marmelade und 27 Arten Honig in den Regalen stehen. Nicht minder königlich: das luxuriöse Ambiente mit Kronleuchter und Marmorsäulen, tadellos gekleideten Service-Kräften und in Gold gefassten Lupen-Monokeln an der Pralinentheke – eine Sehhilfe für ältere Ladys und Gentlemen.
Die Erfolgsgeschichte des Kaufhauses beginnt im Jahr 1707, als Hugh Mason und William Fortnum einen kleinen Laden eröffnen. Mr Fortnum arbeitet als Diener am Hof von Queen Anne und sammelt jeden Abend die Kerzenreste der königlichen Familie ein, um sie dann zu verkaufen. Ein Renner! Als später noch ein Enkel von Fortnum in den Dienst der Queen Charlotte (1744-1818) und des Königlichen Gerichtshofs tritt, gewinnt das Geschäft viele neue Kunden. Als Queen Victoria den Thron besteigt, ist das Kaufhaus bereits so berühmt, dass es von Schriftstellern wie Charles Dickens oder Henry James erwähnt wird.
Zu den großen Verkaufsschlagern gehören heute Fertiggerichte wie Wild in Aspik, gebackene Bohnen in Dosen oder Schottische Eier, aber auch exklusive Picknickkörbe, die für die Events der High Society wie das Pferderennen in Ascot gepackt werden. Aber nicht nur Picknickkörbe: Auch die erste Expedition zum Mount Everest 1922 wurde von Fortnum & Mason ausgestattet – mit Champagner und Wachteln in Leberpastete.
























