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Natur & Reise

Wo kann man Pinguine beobachten?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wo kann man Pinguine beobachten?Wo kann man Pinguine beobachten?
iStockphoto

Sie waren schon immer die Lieblinge der Menschen, aber seit dem Film »Die Reise der Pinguine« ist die Begeisterung noch größer geworden, ein wahrer Pinguintourismus ist ausgebrochen. Um mit eigenen Augen die riesigen Kolonien der liebenswerten Tiere auf dem Eis zu sehen, greifen Touristen sogar tief in die Tasche oder nehmen die Strapazen einer nicht immer komfortablen Reise in Kauf.

Denn wer die Vögel beim Brutgeschäft beobachten will, muss weit fahren. Die Hotspots des »Pinguin-Watching« sind Tasmanien und die Antarktis, vor allem die kleine Insel Südgeorgien (hat nichts mit dem Staat Georgien zu tun), etwa 2000 Kilometer südlich des südamerikanischen Kontinents. Auf den dortigen Salisbury Plains brütet die größte Pinguinkolonie der Welt: mehr als hunderttausend Königs-, Esels- und Goldschopfpinguine, dicht an dicht.

Dreiwöchige Expeditionsreisen per Schiff nach Südgeorgien werden von diversen Veranstaltern angeboten, darunter die Colibri-Umweltreisen (eine Reiseorganisation, die sympathischerweise als Ausgleich für die durch Flugreisen verursachte Umweltbelastung weltweit Bäume pflanzt). Der 23-Tage-Trip auf dem Expeditionsschiff führt über die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia, und die Falklandinseln nach Südgeorgien. Kosten mit Flug: ab 10000 Euro!

Zum Trost für alle, die daheimbleiben müssen: Eintrittskarten in deutsche Zoos kosten pro Erwachsenem zwischen neun Euro (in München) und 18 Euro in Hannover. Der Tierpark in Hannover beeindruckt mit seiner »Themenwelt Yukon Bay« – einer 22000 Quadratmeter großen Alaskalandschaft, wo jede Menge Pinguine durch ein Schiffswrack toben.

Im Münchner Tierpark Hellabrunn und im Zoo von Münster finden auch Pinguinmärsche statt – die Tiere werden regelmäßig aus ihrem Gehege gelassen und marschieren mit Wärtern durch das Gelände. Übrigens: Dass wir alle so auf Pinguine »abfahren«, erklären Psychologen gerne mit dem aufrechten – also menschlichen – Gang der Vögel. Das Schönste an dieser Liebe: Sie wird von den Pinguinen ein bisschen erwidert. Die Tiere haben keine Angst vor uns.

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