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Wissenschaft & Technik

Wo ist die Stoßstange geblieben?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wo ist die Stoßstange geblieben?Wo ist die Stoßstange geblieben?
iStockphoto

Die Frontpartien alter Autos sind zum Niederknien schön. Die Stoßstange war oft ein wesentlicher Bestandteil des Designs.

Eine schicke chromblitzende Stoßstange sieht man nur noch an Oldtimern. Warum eigentlich? Eine Gemeinheit der Autoindustrie, die uns nun zum Austausch der ganzen Frontpartie nötigen will, wenn wir mal gegen einen Poller gefahren sind?

Wenn man bedenkt, wie kratzempfindlich und teuer diese „Schürzen“ genannten und in Wagenfarbe lackierten Teile sind, die an die Stelle der klassischen Stoßstange getreten sind, könnte man das meinen.

Was jedoch mehr zählt, ist der Sicherheitsgewinn der neuen Konstruktionen – für angefahrene Fußgänger nämlich. Bei der herkömmlichen, 1905 eingeführten und idealerweise chromüberzogenen Stoßstange, die mit Halterungen an der Frontpartie befestigt war, ging im Falle eines Unfalles sehr viel Aufprallenergie in die Schienbeine des Fußgängers.

Bei den heutigen Schürzen verbirgt sich der Stahlträger in einer Plastikhaut, die die Aufprallenergie auf mehr Fläche verteilt und sich bei kleinen Remplern – bis sechs, sieben Stundenkilometern Geschwindigkeit – auch noch von selbst zurückbiegt. Neuerdings verwendet man sogar energieabsorbierende Schaumstoffe.

Außerdem soll das Material im Falle eines Aufpralls an vorher definierten Punkten, den Sollbruchstellen, nachgeben, statt sich am Schienbein eines Fußgängers zu verformen. Weitere Pluspunkte: Die Stoßstangennachfolger machen das Auto aerodynamischer und ermöglichen ein Design aus einem Guss.

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