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Wo gibt es Schach auf dem Stundenplan?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ein Turnier der besonderen Art spielen Schüler im Schachdorf Ströbeck. Auf dem Dorfplatz mit Schachmuster sind sie bei einem Schachturnier selbst die Figuren.
Die 1200 Einwohner des Harzortes Schachdorf Ströbeck (offizieller Name seit 1991) sind total schachverrückt: An jedem zweiten Haus hängt ein Mosaik in Schachbrettform, am Kirchturm dreht sich statt einer Wetterfahne ein Schachbrett. Das »Restaurant zum Schachspiel« (am »Platz zum Schachspiel«, der mit je 32 schwarzen und weißen Feldern gepflastert ist) bietet als Spezialität das »Schachspiel« an, bei dem Brokkoli, Spargel und drei kleine Schnitzel zu einer Schachmatt-Stellung arrangiert sind.
Seit 1823 ist das königliche Spiel – einzigartig in Deutschland – Pflichtfach an Ströbecks Schule. 1931 entsandte sogar »National Geographic« zwei staunende Reporter, die über dieses Phänomen in die USA berichteten.
Der Legende nach wurde 1011 dem Bischof Arnulf II. von Halberstadt von Heinrich II. ein Wendenherzog namens Gunzelin als Gefangener überwiesen. Der Bischof ließ ihn in den – heute noch vorhandenen – Wartturm sperren und von Ströbecker Bauern bewachen.
Von Langeweile gequält, erbat sich Gunzelin von den Wächtern ein scharfes Messer und Holz, schnitzte 32 Schachfiguren und malte ein Schachbrett auf den Tisch. Weil den Wächtern genauso langweilig war, spielten sie gerne mit und gaben die Regeln von Generation zu Generation weiter.
Tipp: Jedes Jahr im Mai findet ein richtig lebendiges Schachturnier statt – die Figuren werden von Menschen dargestellt.

























