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Kultur & Gesellschaft
Wo gibt es einen Feng-Shui-Park?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Im Lallinger Kurpark gibt es viele Energie-Punkte zu beachten: die »Seequelle«, den Yang-Steg und den »Herzstein«.
Er ist auch im Herbst und im Winter sehenswert – der erste deutsche Feng-Shui-Park, ein fernöstliches Juwel mitten in Niederbayern, nordwestlich von Passau. Im Sommer wurde in Lalling der 60000 Quadratmeter große Kurpark mit seinem neuen Styling – streng nach den Lehren der asiatischen Landschaftskunde – der Öffentlichkeit vorgestellt.
Herzstück ist ein 3000 Quadratmeter großer See in Form einer liegenden Acht, ein Symbol der Unendlichkeit. Findlinge markieren die vier besonderen »Energiepunkte« des Parks: Es gibt einen Yangpunkt (mit besonders viel »männlicher Energie«) einen Yinpunkt als weiblichen Gegenpol, einen Herzpunkt mit erhöhter positiver Strahlung und einen Qi-Punkt, dessen hohe Energie sensitive Besucher als Kribbeln in den Händen wahrnehmen sollen.
In fernöstliche Gefühlswelten wird man auch im Zen-Steingarten entführt, ein Platz mit einem kleinen nierenförmigen Teich, dessen strenge Schönheit den Geist zur Ruhe kommen lässt. Weitere Highlights: der Störzonen-Lehrpfad, bei dem die Besucher in die Theorien der europäischen Geomantie (Lehre von den Störfeldern und Energielinien in der Erde) eingeweiht werden. Der eher hinduistisch geprägte »Chakrenlehrpfad« schließlich führt durch die sieben Energiepunkte im menschlichen Organismus.
Der Plan, einen derartig exotischen Park einzurichten, hatte die Gemüter der Lallinger Bürger im Vorfeld schwer erhitzt. Schließlich war der »Lallinger Winkel« bislang hauptsächlich für so bodenständige Angebote wie Streuobst-Erlebnisgarten, Kneippanlagen oder Bärwurzereien (Brennereien für einen berühmten niederbayerischen Schnaps aus der Bärwurzel) bekannt.
Doch der Erfolg des Parks hat die »Grantler« längst überzeugt. Selbst notorische Skeptiker, erklärt stolz die Verkehrsamtsleiterin Waltraud Schmöller, spüren das besondere Wohlgefühl, das der Park verströmt. Weiblichen Besuchern rät sie übrigens, die eigene Durchsetzungskraft durch Meditation am Yang-Stein zu stärken. »Herrische« Männer dagegen sollten sich an den Yin-Stein setzen und dessen mäßigenden Einfluss auf sich einwirken lassen.

























