Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Natur & Reise
Wo fahren Fische auf U-Bahnen ab?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Fisch sucht Fahrrad« – das hat man schon gehört. Doch »Fisch sucht U-Bahn«? Auch das gibt es: Vor der Ostküste der USA werden seit 2001 ausgediente U-Bahn-Wagen ins Meer gekippt. Das ist nicht nur eine günstige Entsorgungsmethode, es ist auch der ziemlich seltene Fall, dass Müll dem Naturschutz dient. Denn die alten Waggons bilden künstliche Riffe, auf denen eine wunderbare Unterwasserwelt gedeiht: Seit der erste von mittlerweile 700 Subway-Wagen vor der Küste von Delaware versenkt wurde, soll die Menge an Plankton und Meerestieren dort um das 400-fache gestiegen sein.
Der sandige Meeresboden hatte vorher kaum Nahrungs- und Brutmöglichkeiten für Fische geboten. Jetzt siedeln sich in den Unterwasserbahnen Würmer und Muscheln an, die wiederum Fische – und damit auch Fischer anlocken. Von den roten, in New York »Redbird Cars« genannten Metrowagen, hat das künstliche Riff auch seinen Namen: »Redbird Reef«.
Einen Makel aber haben die Waggons: Anders als Felsbrocken oder Betonkonstruktionen sind sie nicht stabil, werden nach etwa 30 Jahren zerfallen sein. Dafür scheinen sie wenigstens weitgehend schadstofffrei zu sein. Das war bei den bisherigen Materialien für künstlichen Riffbau – Kühlschränken, Einkaufswagen, Panzern, Öl-Plattformen oder dem Flugzeugträger »USS Oriskany« – nicht der Fall.
























