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Wissenschaft & Technik
Wo fahren Amphibienbusse?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ein Auto, mit dem man Flüsse und Seen überqueren kann, ohne auf eine Brücke oder Fähre angewiesen zu sein, denn ein Knopfdruck genügt – und aus dem Fahrzeug wird ein Boot.
„Amphicar“ hieß das Schwimm-Mobil, das der deutsche Konstrukteur Hans Trippel Anfang der 1960er-Jahre auf den Markt brachte. Exakt 3878 Fahrzeuge wurden gebaut, dann stand dem Unternehmen das Wasser bis zum Hals. Doch nun, neun Jahre nach dem Tod des Ingenieurs, der sein
Leben lang verschiedene Amphibienfahrzeuge entworfen hatte, scheint die Idee endlich gezündet zu haben.
An verschiedenen Orten in Europa sieht man inzwischen Amphibienbusse rollen – und schwimmen. Seit vergangenem Herbst bietet ein Unternehmen in Budapest Busrundfahrten an, die unter anderem durch die Donau führen. Seit März werden im holländischen Rotterdam Stadtrundfahrten mit einem Amphibienbus (50 Sitzplätze) angeboten, der nicht nur auf dem Asphalt, sondern mit bis zu 15 Stundenkilometern auch auf der Maas unterwegs ist.
Und im schottischen Glasgow (Schottland) laufen Tests, ob ein „Amfibus“ im Liniendienst die bisherige Fähre ersetzen und die durch den Clyde getrennten Stadtteile Clydebank und Yoker verbinden kann. Wenn der Bus auf den Fluss zufährt, schaltet der Fahrer auf den zweistrahligen Düsenantrieb um und steuert statt mit dem Lenkrad mit einem Joystick. Ein flacher Aufbau über dem Gehäuse verhindert, dass der Bus auf dem Wasser umkippt.
Die in den Niederlanden gebauten Fahrzeuge sind für 800000 Euro zu haben. Der Bus in Budapest stammt von einem maltesischen Fahrzeug-bauer und kostet ungefähr die Hälfte.

























