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Wird man im Alter wirklich frömmer?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wird man im Alter wirklich frömmer?Wird man im Alter wirklich frömmer?

»Mit dem Alter kommt der Psalter«, sagt ein Sprichwort. Will heißen: Wer mehr Zeit für sich – und darüber hinaus das Lebensende schon näher vor Augen hat, besinnt sich wieder auf die Kirche. Diese Meinung ist weit verbreitet, aber nicht (mehr) richtig.

Wissenschaftler der Uni Bonn haben die Frömmigkeitsfrage in Kooperation mit dem Bistum Aachen untersucht. Ihr Ergebnis: Wer schon in jungen oder mittleren Jahren wenig mit Religion am Hut hat, ändert sein Verhalten kaum. Von den 120 Interviewpartnern im Alter zwischen 50 und 70 Jahren erklärte nur ein Drittel, dass ihre Religiosität im Laufe des Lebens gestiegen sei.

Eine mögliche Ursache: Die Kirche hat starke Konkurrenz bekommen. Statt den Gottesdienst zu besuchen und sich für die Gemeinde zu engagieren, können sich ältere Semester heutzutage weiterbilden, reisen oder Sport treiben. Aber eine Veränderung hat die Studie doch an den Tag gebracht: Während sich junge Leute einen strengen »Vater-Gott« vorstellen, sehen die Älteren Gott mehr als Partner.

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