Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Wird Afrika jetzt wiederentdeckt?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Im Kongo ist es der Auftrag der deutschen Soldaten den Menschen zu helfen und sie zu beschützen. Ein Konzept, das Schule macht. Auch – oder gerade! – bei Rückschlägen wie vor Kurzem in Afghanistan, wo drei Soldaten starben.
Krise, Krieg und Katastrophe – fast jeder Bericht über Afrika steht unter einem dieser unheilvollen Schlagworte. Afrika ist der „verlorene Kontinent“, der scheinbar schicksalhaft im Chaos versinkt. Doch nun gibt es Hoffnung.
Zu verdanken haben wir sie dem Debakel, das die USA gerade in ihrem Krieg gegen den Terrorismus erleben. In Washington hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass der größte Terrorist die Armut ist. Auf jeden Fall ist sie der beste Nährboden. Darum ist es kein Zufall, dass immer häufiger Fanatiker aus aller Welt im Armenhaus der Erde, in Afrika, Unterschlupf suchen – und dort genügend zornige junge Männer finden, die sie als Terroristen rekrutieren können. Um dort keine neuen Extremistenhochburgen entstehen zu lassen, sollen US-Soldaten künftig Wohlstand statt Waffen nach Afrika bringen.
Vorbild ist Deutschland, das schon seit Jahren diese Strategie erfolgreich verfolgt. Deutsche Soldaten – zum Beispiel im Kosovo – bauen Straßen und Brücken, errichten Schulen und Krankenhäuser. Und es hat sich gezeigt: Wo wieder ein normales und gesichertes Leben eingekehrt, haben Gewalt und Terrorismus nur wenig Chancen. Deshalb bleibt die Bundeswehr auch weitgehend unbehelligt. Damit das amerikanische Engagement in Afrika ebenfalls zu einer Erfolgsgeschichte wird, bauen die USA derzeit in Stuttgart eine neue Kommandostelle auf. Von hier aus soll die Verteilung der Wohltaten in Afrika gesteuert werden.
Das höre sich gut an, sagen die Kritiker, aber in Wirklichkeit gehe es den USA ja doch nur darum, sich die Bodenschätze zu sichern, von denen Afrika nur so strotzt. An erster Stelle ist das Öl zu nennen: Schon 2015 könnte jedes vierte Barrel des schwarzen Goldes aus Afrika kommen; ein wirklich großes Fass, das aber nur dann angezapft werden kann – und Gewinn bringt –, wenn in den afrikanischen Ländern Ruhe eingekehrt. Auch dies ist aus amerikanischer Sicht ein guter Grund, dass amerikanische Soldaten der kränkelnden Infrastruktur direkt vor Ort auf die Beine helfen.
Gewiss, man kann über die Redlichkeit der Beweggründe streiten – wichtig aber ist doch erst einmal, dem Schwarzen Kontinent, der schon von vielen Wirtschaftsexperten abgeschrieben wurde, zu helfen, ein geachteter Partner in der Weltwirtschaft zu werden. Das wäre auch zu unserem Wohl.
























