Die Nationen der Welt ähneln heute einer Gruppe von Bergsteigern, die durch ein Kletterseil miteinander verbunden sind. Entweder steigen sie zusammen weiter bis zum Gipfel, oder sie stürzen zusammen in einen Abgrund.
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Warum brauchen wir Lügen zum Leben?
In welchem Kaufhaus isst man am besten?
Wieso wandert der Nordpol?
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Windenergie
Windenergie kreativ ernten
Windräder sind anspruchsvoll: Mal ist der Wind zu schwach, um sie anzutreiben, mal ist er zu stark und die Turbinen müssen abgestellt werden. Mit neuen Ideen wollen Wissenschaftler Windenergie effektiver ernten.
Windkraft genießt einen großen Zuspruch in der Bevölkerung. Doch nur solange das große Windrad nicht vor der eigenen Haustür steht. Wissenschaftler suchen daher nach neuen Wegen, um Windenergie effektiv zu ernten, ohne Landschaften mit großen und teuren Windrädern zu entstellen.
Neue Turbinen ernten auch schwachen Wind
Der von britischen Forschern entwickelte „Wind Harvester“ läuft beinahe lautlos. Seine Form erinnert ein wenig an eine Hollywood-Schaukel. An rotierenden Stangen sind Blätter angebracht. Bei Wind heben diese ähnlich einer Tragfläche ab und erzeugen Schwungbewegungen. Beim Abheben ändert sich der Neigungswinkel der Fläche und zwingt diese in ihre Ausgangsposition zurück.
Aus der dabei entstehenden Bewegung kann die Turbine Energie ernten. Die Apparatur lässt sich in verschiedenen Größen nachbilden und einsetzen. Die Rotorblätter des kleinsten Modells haben eine Länge von einem Meter. Möglich sind bis zu 15 Meter Länge. Damit eignen sich die leisen Turbinen sowohl für den Hausgebrauch als auch für industrielle Anwendungen.
Riesenballon verdoppelt Windenergie-Ausbeute
Einen anderen Ansatz zur Gewinnung von Windenergie verfolgen Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Techology. Sie wollen mit einem Riesenballon hoch hinaus, um Strom zu ernten. Die Airbourne Wind Turbine sieht aus wie ein überdimensionierter, ringförmiger Luftballon mit einem Durchmesser von rund elf Metern.
Im Inneren des Rings ist ein leichtes Gerüst mit einem Windrad eingebettet. Mit Helium gefüllt, hebt die Turbine ab und wird von Kabeln stabilisiert. Diese dienen zugleich als Stromleitungen Richtung Boden. Auf eine Höhe von 100 Metern ließen die Forscher den Prototypen aufsteigen. Dort wehen kräftigere und beständigere Winde als in der Reichweite von Windrädern. So verdoppelt sich die Stromausbeute gegenüber der von gewöhnlichen Windrädern. In Zukunft soll der Ballon in Höhen von etwa 300 Metern aufsteigen.
Der große Vorteil der Ballon-Turbine ist, dass sie flexibel eingesetzt werden kann, während Windräder teuer und an ihren Standort gebunden errichtet werden müssen. Dort sorgen sie oft für Unmut bei den Anwohnern. Der Ballon kann dagegen Windenergie auch an entlegenen Orten ernten. Er soll sogar Orkanen standhalten und dank eines Sicherheitsmechanismus im Notfall langsam zu Boden schweben.
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