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Ein Besuch bei wohlhabenden Römern
Willkommen in Pompeji
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Wir schreiben das Jahr 79 n. Chr.: Am 23. Juni ist Kaiser Vespasianus gestorben. Sein Sohn Titus hat die Staatsgeschäfte übernommen. Alles geht gut über die Bühne, die Stimmung in Rom bleibt entspannt. Der Tuchhändler Publius Comicius Restitutus ist erleichtert. Er muss seinen lange geplanten Urlaub in Pompeji nun doch nicht verschieben. Restitutus fährt nicht zum ersten Mal nach Pompeji. Früher hat er die Reise mit seinem Bruder unternommen, der aber vor zwei Jahren an Wundstarrkrampf gestorben war – ein schrecklicher Tod. Der Tuchhändler kennt Pompeji schon seit zwanzig Jahren und hat dort einige gute Bekannte – eigentlich Kollegen, die ihn manchmal in Rom besuchen. Bei ihnen kann er als Gegenleistung wohnen, anstatt im Wirtshaus ein Mehrbettzimmer mit fremden Menschen teilen zu müssen.
Restitutus nimmt Platz in der Reisekutsche, der »raeda«, einem großen, eckigen Wagen, der von einem Ochsengespann gezogen wird, um langsam die Via Appia entlangzufahren. Über Meilen hinweg ist der holprige Weg mit Grabstätten gesäumt, deren bunt bemalte Marmorgrabmale in der Sonne leuchten. Es ist eine anstrengende Reise, und man wird ziemlich durchgerüttelt. Auch der Lärm der quietschenden Achsen schlägt sich nach und nach aufs Gemüt.
Mehrere Tage dauert die Fahrt, unterbrochen von nächtlichen Pausen in schmutzigen, überteuerten Raststätten. An der Via Popilia angekommen, zweigt die »raeda« ab und fährt weiter nach Süden, bis man nach einer Ewigkeit endlich die sanften Rundungen des Vesuvs erblickt. Nun weiß der Reisende, dass er bald am Ziel ist. Der Berg ist mit Weinstöcken übersät, und auf den umliegenden Feldern wachsen Weizen und Hirse. Der Anblick der prächtigen Olivenhaine und der vornehmen Villen ist eine wahre Augenweide. Bald erkennt man in der Ferne die weißgetünchte Stadtmauer Pompejis mit ihren beeindruckenden Wachtürmen. Über der Mauer leuchtet der Giebel des Jupitertempels mit seinem roten Dach.
Der Wagen fährt an den langen Grabreihen vorbei und hält vor dem Vesuvtor. Schwere Wagen sind in der Stadt nicht erlaubt – alles aussteigen.
- Da geht doch was ...
- P.M. HISTORY Kommentar
- Erotik
























