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Wissenschaft & Technik

Wieso schweben Wolken, obwohl sie schwerer sind als Luft?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Manchmal reicht ein leichter Aufwind, damit eine Wolke weiterhin in der Luft getragen wird.
iStockphoto

Auf den ersten Blick ist es tatsächlich unverständlich, dass Wolken am Himmel bleiben, denn selbst kleine Haufenwolken bringen es schnell auf ein paar Dutzend Tonnen Wasser. Und prall gefüllte, kilometerlange Regenwolken können mehrere Hunderttausend Tonnen wiegen. Dass diese Masse dennoch nicht zu Boden sinkt, hängt mit der Größe der Wassertröpfchen zusammen, aus denen sich die Wolke zusammensetzt. Manche erreichen gerade mal 20 Mikrometer – das sind zwei Prozent eines Millimeters. Da reicht schon ein kaum merklicher Aufwind, um sie weiterhin in der Luft zu tragen. Solch ein Aufwind ist keineswegs die Ausnahme. Er entsteht immer dann, wenn Wasserdampf aufsteigt, der die dort bereits vorhandenen Wassertröpfchen schweben lässt. Der Dampf selbst kondensiert in einer bestimmten Höhe. Und während er sich zu neuen Tröpfchen umformt, wird Wärme frei – die wiederum sorgt für einen weiteren Auftrieb. Erst wenn sich die kleinen Tröpfchen zu größeren zusammenfügen und damit ihr Gewicht steigt, beginnen sie ihren Weg zurück auf die Erde. Erst langsam und dann, weil die Tropfen immer größer werden, schneller und schneller.

 

P.M. Fragen & Antworten 01/2013

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.3 (23 Bewertungen)
Autor/in: Michael Schweer

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