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Wissenschaft & Technik
Wieso ist im Weltall alles rund?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die ordnende Hand des Weltalls ist die Gravitation. Die Schwerkraft schleift alle Ecken und Kanten ab, wenn ein Himmelskörper eine bestimmte Größe hat.
Dies ist keine religiöse Frage, sondern eine physikalische: Gibt es eine ordnende Hand, die das Weltall formt? Ja, die gibt es: genannt die Anziehungskraft oder Gravitation. Obwohl man sie nicht sehen kann, wirkt sie auf jedes noch so winzige Teilchen im Universum. Seit es im All Materie gibt, stoßen kleine Partikel ständig zusammen und verschmelzen miteinander. Mit der Größe der Körper wächst gleichzeitig ihre Anziehungskraft auf andere Körper. Die Schwerkraft wirkt dabei nicht nur nach außen: Sobald beispielsweise ein Planet den kritischen Durchmesser von 400 bis 500 Kilometer überschritten hat, werden seine Kanten mit unwiderstehlicher Kraft zum Mittelpunkt gezogen.
Die Ecken können sich also nicht halten und gleichen sich der Kugel immer mehr an. Aus diesem Grund sind auch extrem massehaltige Sterne wie unsere Sonne grundsätzlich rund – die Gravitation zwingt den Materiehaufen wie von selbst in seine Gestalt. Vergleichsweise kleine Objekte wie der Marsmond Phobos erreichen derweil nur einen Bruchteil dieser Masse und bringen entsprechend unregelmäßige Formen hervor: Auf Fotos erinnert der Marstrabant am ehesten an eine ramponierte Kartoffel.
Doch auch die Erde bildet genau genommen keine perfekte Kugel. Dafür dümpelt die Gesteinsschmelze im Inneren unseres Planeten zu unregelmäßig umher – Masse mit starker und schwacher Anziehungskraft ist deshalb unterschiedlich verteilt und kann nicht gleichmäßig nach außen wirken. Die Erdkruste hebt und senkt sich dadurch überall auf der Welt um bis zu 200 Meter. Weil die Erde aber einen Durchmesser von über 12000 Kilometern hat, bleiben die Schwankungen für das menschliche Auge unsichtbar und unspürbar.

























