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Psychologie & Gesundheit
Wieso haben Menschen unterschiedliche Schlafverhalten?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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So manche Nachteule gäbe viel darum, morgens etwas fitter zu sein. Und viele Lerchen, die täglich mit dem ersten Sonnenstrahl aus dem Bett springen, ärgern sich, wenn sie auf Partys zuverlässig von Müdigkeit übermannt werden.
Doch da ist wenig zu machen! Unsere Schlafvorlieben hängen von der genetischen Veranlagung und von unserer inneren Uhr ab.
Das Faszinierende daran: Diese innere Uhr, die übrigens alle Lebewesen besitzen, funktioniert auch ohne äußere Taktgeber, wie Versuche in abgeschirmten Räumen gezeigt haben. Der normale Rhythmus dauert 24 Stunden und elf Minuten. Bei ausgeprägten Nachteulen und Lerchen dagegen geht die biologische Uhr vor bzw. nach: Für die Lerchen ist der Tag nach knapp 24 Stunden zu Ende, weshalb die Tage immer eher früher als später anfangen.
Für die Eulen dagegen endet er erst nach 26 Stunden – die Schlafenszeit verschiebt sich somit weiter nach hinten. Das heißt: Wenn der Frühtyp schon voller Tatendrang ist, hat der Spättyp noch eine satte Portion des Schlafhormons Melatonin im Blut – unmöglich, damit zur Hochform aufzulaufen.
Allenfalls eine sanfte Anpassung ist für die Nachteulen drin, denn neben der genetischen Disposition helfen auch äußere Zeitgeber dabei, die innere Uhr zu justieren. Den wichtigsten erläutert Till Roenneberg, Professor für Chronobiologie in München: „Nur Licht kann in den Morgenstunden späte innere Uhren nach vorne stellen.“
Das heißt zum Beispiel: Morgenmuffel sollten nicht bei zugezogenen Vorhängen schlafen. Schlechte Nachricht für ausgeprägte Frühtypen: Sie lassen sich so gut wie gar nicht umpolen und bleiben daher meist Partymuffel.
Fragt Rosa Lederer, München

























