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Spiritualität

Wie wird man Mystiker?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Die Ziele von Mystikern sind nicht gerade bescheiden: Sie wollen Gott nahe sein, Erleuchtung erfahren, Raum und Zeit hinter sich lassen. Wie soll das funktionieren?

Märchen, Mythen und Magie – diesen drei Bereichen des Irrationalen und Geheimnisvollen wird gerne ein vierter zugeschlagen: die Mystik. Aber was verbindet man heute damit? Nichts Modernes, sondern eher christliches Mittelalter. Fromme Mönche und Nonnen in klösterlicher Abgeschiedenheit. Askese, Gebete, strenge Exerzitien. Totale Hingabe für ein paar göttliche Streicheleinheiten. Doch die Mystik ist nicht an eine christliche Kirche gebunden. Sie ist ein multikulturelles Phänomen – und bis heute aktuell. Ohne Gott gibt es sie allerdings nicht. Denn sie ist eine religiöse Gipfelerfahrung, ein ekstatischer Moment, in dem der Mensch mit Gott zu einer vollkommenen Einheit verschmilzt.

Wie ist das möglich? Und kann das jeder erreichen? Diese Vereinigung, heißt es, widerfährt dem Menschen innerhalb eines Bewusstseinszustandes, in dem die individuelle Persönlichkeit ebenso aufgehoben ist wie jegliche Zugehörigkeit zur materiellen Welt und alles Denken.
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Autor/in: Matthias Weigold


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