Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Wissenschaft & Technik
Wie werden Blindenhunde ausgebildet?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Sitz! Platz! Stopp! Kommandos, die selbst schlecht erzogene Hunde meistens beherrschen. Es gibt aber Artgenossen, die rund vierzig Hörzeichen unterscheiden können, manche sogar in drei Sprachen. Damit gehen Labrador, Retriever oder Schäferhund aber nicht zum Film – sie helfen blinden Menschen, sich im alltäglichen Leben zurechtzufinden.
Mit einem Jahr ist ein Hund reif für die Ausbildung: Für die nächsten acht Monate geht es täglich anderthalb Stunden in die Schule. Zuerst muss der natürliche Trieb, dem Verlauf der Häuserfront zu folgen und an jeder Ecke abzubiegen, abtrainiert werden, damit die Tiere Ihren Besitzer geradeaus führen können. Die schwierigste Aufgabe für den Hund ist es, Hindernisse wie herabhängende Äste, anzuzeigen – und zwar nicht auf seiner Höhe, sondern auf der des Blinden.
Die ersten Male wird ein Trick angewandt. Ein zweiter Trainer versteckt sich am Straßenrand und hält einen Stock über den Gehweg. Kurz bevor der Hund da-runter durchgehen will, lässt er den Stock nach unten sausen, und der Hund erschrickt – das merken sich Hunde schnell. Ansonsten wird hauptsächlich mit Lob gearbeitet. Geht er unbeirrt an verlockenden Sachen vorbei, erhält er eine Belohnung. Der Feinschliff erfolgt bei dem künftigen Besitzer: Vier Wochen betreut der Hundeausbilder das neue Gespann, dann müssen Herrchen und Hund allein klarkommen.

























