Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Wissenschaft & Technik
Wie wahrscheinlich ist außerirdisches Leben?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Würden eines Tages tatsächlich Bewohner eines fernen Planeten auf der Erde landen – Frank Drake wäre nicht überrascht. »Allein in unserer Galaxie könnte es zehntausend intelligente Zivilisationen geben«, rechnet der amerikanische Physiker vor.
Die entsprechende Formel dafür hat er bereits im Jahr 1961 entwickelt – sie ging als „Drake-Gleichung“ in die Wissenschaftsgeschichte ein, besteht aus sieben Faktoren und gilt noch heute. Setzt man hier einigermaßen korrekte Werte ein, steht das Ergebnis N für die mögliche Anzahl extraterrestrischer Zivilisationen – gültig allerdings nur für unsere Galaxie.
Faktor Nummer eins bezeichnet die mittlere Sternentstehungsrate pro Jahr. Kein Problem – dank Hubble-Weltraumteleskop wissen wir, dass pro Jahr bis zu 19 geeignete Sterne entstehen. Faktor zwei steht für die Anzahl der Sterne mit Planetensystem – nach dem heutigen Stand der Astrophysik ist das in etwa jede zweite Sonne. Faktor drei: Wie viele Planeten kreisen in der Ökosphäre, haben also die richtige Entfernung zur Sonne, damit es auf ihnen weder zu kalt noch zu heiß ist? Da gibt es neben der Erde noch Mars und Venus, und auch außerhalb unseres Sonnensystems werden zuweilen
Planeten entdeckt, die diese Bedingung erfüllen.
Es folgen noch vier Faktoren, die allerdings schwer zu bestimmen sind: Auf wie vielen dieser Planeten entsteht tatsächlich Leben? Wie häufig handelt es sich dabei um intelligentes Leben? Außerdem muss diesen Wesen daran gelegen sein, mit anderen Zivilisationen in Kontakt zu treten. Schließlich ist noch die Anzahl der Zivilisationen gesucht, die lange genug existieren, um Signale zu empfangen und auszusenden. Fazit: Wer die Formel praktisch anwenden will, sollte es mit den Zahlen lieber nicht so genau nehmen und stattdessen eine Portion Fantasie mitbringen.

























