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Wissenschaft & Technik
Wie viele Bakterien leben in uns?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Jeder von uns besteht aus rund 75 Billionen Zellen. Doch das ist längst nicht alles, wie ein Forscherteam des Londoner Imperial College festgestellt hat. Allein im menschlichen Verdauungssystem befinden sich ca. hundert Billionen Einzeller, die immerhin ein gutes Kilogramm wiegen. Mit einigem Recht kann der Mensch folglich als »Superorganismus« bezeichnet werden – ein Ökosystem aus Pilzen, Bakterien, Viren und menschlichen Zellen. Neben dem Verdauungstrakt ist die Haut ein beliebter Tummelplatz für Mikroorganismen jeder Art. Auf den rund zwei Quadratmetern der Oberfläche des Menschen leben mehrere Milliarden Mikroben – allerdings nicht gleichmäßig verteilt.
Auf dem relativ trockenen Rücken sind es nur wenige, in Feuchtgebieten wie Achselhöhlen oder Zehenzwischenräumen ballen sich die Kleinstlebewesen regelrecht zusammen. Körperöffnungen üben ebenfalls einen großen Reiz auf Mikroben aus. So befinden sich in einem Milliliter Speichelflüssigkeit rund eine Milliarde Bakterien. Geißeltierchen und Amöben nicht inbegriffen.
Beruhigend, dass die meisten Mikroorganismen es gut mit dem Menschen meinen. Vor allem die Symbionten – so werden Bakterien genannt –, die dem Menschen nützen und gleichzeitig von ihm leben. Sie regeln zum Beispiel die Verdauung und die Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen. Interessant für die Pharmaindustrie ist die Tatsache, dass die mikrobielle Landschaft sich von Mensch zu Mensch unterscheidet, was zu einem Problem bei der Entwicklung von Medikamenten führen kann. Schätzungsweise gibt es bis zu tausend Bakterienarten, die den Menschen besiedeln, von denen aber längst nicht alle bekannt sind.

























