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Natur & Reise

Wie tief sind unsere Ozeane?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wie tief sind unsere Ozeane?Wie tief sind unsere Ozeane?
iStockphoto

Die Abgründe und Gräben der großen Ozeane sind weitgehend unerforschtes Gebiet. Jetzt erst beginnt man, die Geheimnisse der Meerestiefen zu erkunden.

Die Suche nach den tiefsten Stellen der Weltmeere begann im 19. Jahrhundert: Die Verlegung der transatlantischen Telefonkabel machte es notwendig, die Meeresböden zu vermessen. Doch erst in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die enorme Tiefe der Ozeane sichtbar. Im Jahr 1951 ermittelte die Besatzung des englischen Vermessungsschiffs Challenger II im Marianengraben, 2000 Kilometer östlich der Philippinen, eine Meerestiefe von 10899 Metern per Echolot, die daraufhin den Namen Challengertief erhielt.

Später wurden dort noch zwei tiefer liegende Stellen festgestellt – das nach einem russischen Forschungsschiff benannte Witjastief 1 (11034 m), etwa 1850 Kilometer östlich der Philippinen, ist die tiefste bekannte Stelle in den Weltmeeren. Das Triestetief – ebenfalls im Marianengraben – weist mit 10916 Metern die zweittiefste Stelle der Welt auf. Es wurde nach dem von Auguste Piccard entwickelten und von Jacques Piccard gesteuerten Tiefsee-U-Boot Trieste benannt, das am 23. Januar 1960 bis in diese Meerestiefe vordrang.

Diese Meerestiefen sind meist ein nur recht kleiner Seebereich. Man könnte diese Tiefen als Spiegelung oder Gegenstücke zu den höchsten Bergen unserer Kontinente betrachten. Der Großteil dieser Meerestiefen liegt in so genannten Tiefseegräben oder –rinnen. Diese sind im Unterschied zu den Meerestiefen schmal und lang gestreckt – eine Spiegelung also zu den auf dem Land liegenden Hochgebirgszügen.

Der tiefste dieser Gräben ist mit maximal 11034 Metern Meerestiefe der bereits erwähnte Marianengraben im Pazifik. Darauf folgt der Tongagraben (bis 10882 Meter) und der Japangraben (bis 10554 Meter). Noch immer sind die Meerestiefen »terra incognita«, also unbekanntes Gebiet.

Erst jetzt beginnt ihre systematische Erforschung – und wir können uns sicher auf einige Überraschungen gefasst machen. Wie z. B. den Pelikan-Aal, ein Fisch, der nur aus Maul, Magen und einem Schwanz zu bestehen scheint und hell leuchtet. Oder der Großmaulhai – er wandert sein Leben lang auf der Schwanzspitze balancierend durch den Ozean.

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