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Natur & Reise
Wie sicher sind unsere Deiche?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Vor etwas mehr als einem Jahr zog Hurrikan Katrina mit einer gewaltigen Flut über New Orleans hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Zwar war die Stadt durch Deiche geschützt, doch die dreißig Jahre alten Vorrichtungen hielten den Wassermassen nicht stand. Könnte sich ein vergleichbares Szenario auch in Deutschland ereignen?
Die Fakten klingen beruhigend: Zum einen brauen sich über der Nordsee keine Wirbelstürme zusammen, und zum anderen sind unsere Deiche – im Gegensatz zu jenen in New Orleans – gut gewartet und mit bis zu neun Metern Höhe hoch genug. Eine rund 800 Kilometer lange Deichlinie von Emden bis Sylt schützt die Küstenstreifen der Nordsee, die unterhalb des Meeresspiegels liegen.
Doch es gibt Skeptiker: »Bis 2030 sind unsere Deiche sicher. Für die Zeit danach müssen die Küstenschutzingenieure zusehen, dass sie durch neue Maßnahmen den bisher guten Schutz der Menschen an der Küste weiterhin gewährleisten«, meint Prof. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung in Geesthacht. Denn in den vergangenen hundert Jahren ist der höchste Punkt der täglichen Gezeiten an der deutschen Nordseeküste um rund 25 Zentimeter gestiegen – eine Folge des Klimawandels. Weitere 70 Zentimeter könnten in den nächsten hundert Jahren hinzukommen, wenn der Treibhauseffekt anhält.
Unter Umständen müsste also in Zukunft die Höhe der Deiche überdacht werden. An manchen Orten geht man schon jetzt auf Nummer sicher – beispielsweise in Hamburg. Dort wird im Rahmen des Bauprogramms »Hochwasserschutz« bis zum Jahr 2009 die Hochwasserschutzlinie auf einer Länge von knapp hundert Kilometern verstärkt oder erhöht. Deiche gibt es in Deutschland nicht nur an der Nordsee: Auch entlang vieler Flüsse wurden Wälle errichtet – zum Schutz vor Hochwasser bei starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze im Frühjahr. Allein in Bayern stehen Wälle mit einer Gesamtlänge von 1400 Kilometern und schützen vor den Fluten von Flüssen wie Isar, Donau oder Iller. Das klingt nach viel, ist aber wohl noch zu wenig, wie das Hochwasser des letzten Jahres zeigte.
























