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Kultur & Gesellschaft
Wie oft sieht man Body Doubles im Film?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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So richtig ins Bewusstsein gerieten die Body Doubles mit Brooke Shields. Sie spielte als Teenager eine Prostituierte in Louis Malles »Pretty Baby«, und das Publikum war entsetzt über die vielen Nacktszenen der Minderjährigen. Es kam sogar zu einer Kongressanhörung; Amerikas Konservative witterten eine gute Gelegenheit, dem verhassten Hollywood eins auszuwischen.
Doch schließlich kam heraus: Für die Nacktszenen war stets ein (volljähriges) Körperdouble eingesprungen. Body Doubles tauchen häufiger auf, als uns lieb ist. Logisch, dass Regisseure und Produzenten ungern darüber Auskunft geben, da sie die Illusion vom perfekten Star nicht zerstören wollen. Aber es ist in den seltensten Fällen tatsächlich der Hintern von Brad Pitt oder der Busen von Julia Roberts, der auf der Leinwand zu sehen ist.
Im Film »Pretty Woman« ist die Diva kein einziges Mal selber nackt zu sehen – sogar das Filmplakat zeigt nur ihren Kopf. Der Rest gehört dem großen, langbeinigen Körperdouble Shelley Michelle. Auch die inzwischen 47-jährige Sharon Stone ließ sich in den heißen Szenen im Film »Basic Instinkt 2« doubeln.
Ein Körperdouble spart dem Schauspieler peinliche Bemerkungen über kleine Dellen am Po oder einen Bauchansatz – und dem Produzenten Zeit und Geld: Während die Bettszene mit einem Body Double gedreht wird, kann der wahre Star zur gleichen Zeit im Close-up seinem Filmpartner die ewige Liebe gestehen.
Am populärsten sind »Butt Doubles« (Butt heißt Hintern), die ihren Po für Hollywood in die Kamera halten. Aber Körperdoubles werden nicht nur bei Nacktszenen eingesetzt: Bei »Der Herr der Ringe« wurden kleinwüchsige Schauspieler aus Indien und Indonesien für die Rollen der Hobbits engagiert. Eine perfekte Illusion – damit wurde dem Zuschauer vorgegaukelt, Elijah Wood (Frodo) usw. seien nur 90 Zentimeter groß.

























