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Psychologie & Gesundheit

Wie lange kann ein Mensch wach bleiben?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Schon nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im BlutSchon nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut
Schon nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut
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Schlafentzug macht den Körper kaputt und verwirrt den Geist - weshalb Schlafentzug zum Beispiel im alten China eine Form der Hinrichtung war. Man hielt die Delinquenten durch Folter und Kitzeln wach; nach einigen Tagen bekamen sie Wahnvorstellungen und starben. Schlafentzug ist auch als Foltermethode "beliebt", weil er auf dem Körper keine Spuren hinterlässt. Schon nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut, nach 24 Stunden verdoppelt sich der Wert. Die Hormonforscherin Karine Spiegel von der Universität Chicago ließ gesunde junge Menschen sechs Nächte lang nur vier Stunden schlafen. Danach waren deren Blutwerte bereits so schlecht wie sonst nur bei Menschen mit hohem Risiko für Diabetes und Herzinfarkt.

 

Geradezu unglaublich mutet deshalb das Beispiel eines kalifornischen Studenten an, der - unter ärztlicher Aufsicht - elf Tage am Stück wach blieb. Der 17-jährige Randy Gardner rang 264 Stunden und zwölf Minuten gegen den Schlaf. Schon nach zwei schlaflosen Tagen hatte er Probleme, Gegenstände zu fokussieren. Am dritten Tag folgten Schwermütigkeit und Gedächtnislücken. Schließlich hielt er Schilder für Menschen und sich selbst für einen Star. Seit Randys Rekord (1965) hat kein Arzt jemals mehr eingewilligt, einen solchen Versuch zu begleiten - Wachbleiben über mehr als vier Tage gilt einfach als zu gefährlich.

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