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Kultur & Gesellschaft
Wie kam der Hollywood-Schriftzug auf den Hügel?
Über ein halbes Jahrhundert schon thront der 15 Meter hohe Schriftzug »Hollywood« auf dem Mount Lee über Los Angeles. Heerscharen von Touristen und Generationen von Stars haben sich vor oder auf ihm fotografieren lassen. Neben Eiffelturm, Freiheitsstatue und dem schiefen Turm von Pisa gehören die Riesenbuchstaben zu den bekanntesten Wahrzeichen der Welt.
An einen solchen Effekt hatten die Initiatoren ganz sicher nicht einmal im Traum gedacht. Denn als der Schriftzug »HOLLYWOODLAND« 1923 aus Telefonmasten, Stoff- und Holzresten zusammengezimmert wurde, war das Ganze als kurzfristiger Marketing-Gag gedacht. Eine Immobilienfirma wollte damit den Verkauf von Grundstücken in den unbewohnten Hollywood-Hügeln ankurbeln. Besonders effektvoll: 4000 Glühbirnen erleuchteten im Nachthimmel von Los Angeles weithin sichtbar abwechselnd »HOLLY«, »WOOD« und »LAND«.
Ob tatsächlich mehr Häuser verkauft wurden, ist nicht bekannt. Die Immobilienfirma jedenfalls ging schnell Pleite. Das Hollywood-Zeichen aber blieb und wurde schnell zum mondänen Symbol der ansässigen Filmindustrie. Schon bald rankten sich zahlreiche Storys um die weißen Lettern. Als sich 1932 die junge Schauspielerin Lillian Entwistle aus Kummer über ausbleibenden Erfolg im Filmbiz vom »H« in den Tod stürzte, wurde der Schriftzug endgültig zur Legende.
Trotzdem: Für den Unterhalt des Zeichens fühlte sich erstmal niemand zuständig. So kippte in den späten 1940er-Jahren das »H« um, der Buchstaben-Rest neigte sich zur Seite und verrottete.1949 wurde das »LAND« im Schriftzug abgerissen und der Rest notdürftig restauriert. Im heute bekannten Glanz erstrahlen die neun berühmtesten Buchstaben der Welt erst seit 1978. Der Schriftzug wurde damals völlig neu errichtet. Geldgeber waren prominente Hollywood-Größen, die einzelne Buchstaben medienwirksam für je 28000 Dollar ersteigert hatten. Playboy-Chef Hugh Hefner bezahlte das neue »Y«, Schock-Rocker Alice Cooper spendete ein »O«.
Vor kurzem hat das Hollywood-Zeichen übrigens wieder für Schlagzeilen gesorgt: Einige Stadtpolitiker und Studiobosse schlugen vor, das Denkmal als Zeichen für die Unterstützung der US-Truppen im Irak in den Farben der amerikanischen Flagge zu bemalen. Der Vorschlag wurde abgelehnt. Begründung: Die Bewohner der »Hollywood Hills« befürchteten, ihr Wohnviertel würde dadurch zu einem Ziel für terroristische Angriffe.
























